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von intereſſanten Funden an Skulpturen und Inſchriften gemacht, wurden. An dieſer Stelle ſtießen die Arbeiter nach der Entfernung der oberen Erde auf eine ſumpfige Schicht, in der ein roter, ſtark verwitterter Sandſtein lag. Bei näherer Unterſuchung erwies ſich derſelbe als ein ſtark verſtümmelter römiſcher Reitergrabſtein von ſehr ſpäter Arbeit. Insbeſondere die rechte Seite der bildlichen Darſtellung und der größte Teil der Inſchrift ſind zerſtört. Dieſer Fund veranlaßte uns, die ganze Stelle genauer unterſuchen zu laſſen. Dieſe Unterſuchung fand ſ ſtatt vom 17. Juli ab und hatte⸗ lazerden Ergebnis.
Es zeigte ſich, daß an der Stelle im Boden eine ziemlich ſtarke Quelle hervordringt, die die Stelle in einem größeren Um⸗ kreis verſumpft. Von Nordweſten her nach dieſer Stelle hin fanden ſich Reſte eines ſtark beſchotterten Weges(ſiehe Tafel I), ein paar Wagen voll größerer und kleinerer Steinbrocken, darunter auch ein ornamentiertes Stück eines Grabſteingiebels. Dieſer Weg führte alſo über die an der beſprochenen Stelle befindliche Quelle⸗ hinweg nach der unter und dicht neben dem neuen Damme hin⸗ laufenden römiſchen Straße, zu der der Zugang hier ebenſo wie an einer etwa in der Mitte des Gräberfeldes gelegenen Stelle⸗ mit einigen regelmäßig behauenen Steinen gepflaſtert war.(Einige von dieſen Steinen werden im Muſeum aufbewahrt.) Um nun dieſe Straße über die Waſſerſtelle hinzuführen, hatte man, wie es⸗ ſcheint eine Holzbrücke darüber gebaut; nachdem dieſe aber irgend⸗ wie, wahrſcheinlich durch Feuer, zerſtört worden, ſcheint man ohne eine neue Brücke die ganze Stelle dadurch gangbar gemacht zu haben, daß man mit großen Steinen von dem benachbarten Friedhofe und der in nächſter Nähe vorüberziehenden(römiſchen) Straße die ganze Stelle auffüllte und ſo die Quelle hinderte, gerade an dieſer Selle zu Tage zu treten. Man fand nämlich im Boden Holzpfähle, die noch teils ganz, teils in Stücken herausgenommen werden konnten, von ganz ähnlicher Art wie die bei Mainz im Jahre 1882 aus dem Bette des Rheins, die bei Groß⸗Krotzenburg 1885 aus dem Bette des Mains ge⸗ zogenen Pfähle aus den Fundamenten römiſcher Brücken, wie man ſich im Paulus⸗Muſeum leicht überzeugen kann. Denn es ſteht hier einer der an der beſprochenen Stelle zu Tage ge⸗


