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Schiefer war im Waſſer ſo mürbe geworden, daß er beim Herausnehmen vollſtändig zerfiel. Außerdem wurden, von den zahlreichen kleineren Steinbrocken abgeſehen, mehrere große Quader von grauem Schiefer und eine mächtige halbe Säulen⸗ trommel aus grauweißem Sandſtein hier zu Tage gefördert. Von anderen Gegenſtänden fand ſich nur ein Stück einer Fibel aus Bronze, das im Waſſer eine ſchöne gelbe Farbe angenommen hatte, und eine angebrannte, d. h. auf der einen Seite verkohlte, auf der anderen Seite dagegen noch glattpolierte Spindel aus Gagat.
Dieſes an und für ſich höchſt unſcheinbare Stück veranlaßte uns, oben die Vermutung auszuſprechen, daß zunächſt in römiſcher Zeit eine Holzbrücke über die Stelle vorhanden geweſen, die dann wahrſcheinlich durch Brand zerſtört worden ſei. Denn ſo dürfte ſich wohl der Zuſtand dieſer Gagatſpindel am leichteſten erklären, daß dieſelbe zufällig auf der Brücke gelegen, oder zwiſchen Balken eingeklemmt beim Abbrennen der Brücke teilweiſe verkohlt und dann in das Waſſer hinuntergefallen iſt. Wann dieſe Zerſtörung ſtattgefunden hat, ob noch in römiſcher Zeit, oder bald nachher in den Zeiten der Völkerwanderung, die ſo viele Kriegsſcharen hier vorüberziehen ſahen, iſt nicht mehr mit Beſtimmtheit zu ent⸗ ſcheiden. Dem Verfaſſer ſcheint das letztere das Wahrſcheinlichere zu ſein; es würde dies bedingen, daß dann in denſelben Zeiten, in denen, wie oben wahrſcheinlich zu machen geſucht wurde, die Gräber geöffnet und ihres Inhaltes beraubt wurden, ein gang⸗ barer Weg durch das Waſſer dadurch wiederhergeſtellt worden ſei, daß man große auf dem anſtoßenden Gräberfelde umherliegende Steine in das Waſſer warf. Sollte dies noch in römiſcher Zeit geſchehen ſein, ſo müßte es jedenfalls in der ſpäteſten Zeit der Römerherrſchaft geſchehen ſein, da einige der gefundenen Steine, z. B. der Grabſtein des Maxantius ſicher der ſpäteſten Zeit an⸗ gehören. Übrigens wird die hier hervortretende Waſſermenge jedenfalls größer geweſen ſein, als es jetzt bei der Aufdeckung der Stelle der Fall war. Es wird ſich das Waſſer, nachdem hier das Hervortreten desſelben unmöglich gemacht, einen anderen Ausfluß geſucht haben; es könnten z. B. recht wohl die in dem Graben an der Nordſeite des Schildwegs befindlichen Quellen


