an der Kopfſeite eine kolbenförmige Flaſche mit nach oben ſich erweiterndem Ausguß und ein 15 cm hoher ſchöner Glasbecher, bei den Füßen ſtand eine weitere 15 cm hohe Flaſche mit kugelförmigem, leichte Eindrücke an den Seiten zeigendem Bauche und einem geraden, ſich nicht erweiternden Halſe. In dem zweiten Sarge fanden ſich gleichfalls 3 Gläſer, außerdem noch ein Geſichtskrug von der im erſten Teile Seite 108 u. f. beſchriebenen Form. Das Paulus⸗ Muſeum beſitzt ſolcher Krüge im ganzen 22 ganz, 3 teilweiſe er⸗ haltene, ſowie einen vollſtändigen Kopf eines ſehr kleinen und das Geſicht eines größeren Kruges. Von den Gläſern ſtand⸗ die unten bei den Glasgefäßen näher zu beſchreibende Glas⸗ ſchale mit Henkel und eingeſchliffenen geometriſchen Ornamenten an der linken Hand der Leiche. In der Schale lag eine kleinere kolbenartige Flaſche. Bei den Füßen ſtand eine weitere kolben⸗ artige Bulle mit ſich erweiterndem Ausguß, auf der anderen Seite⸗ ſtand der erwähnte Krug. Bei Hochwaſſer ſcheint in dieſen Sarg Waſſer eingedrungen zu ſein, wenigſtens war der Geſichtskrug noch vollſtändig mit Waſſer gefüllt. Auf der Glasſchale, die mit der darinliegenden kleinen Flaſche gegen die Regel nicht in einer der Ecken des Sarges, ſondern an der linken Hand der Leiche ſtand, lag ein Zahn. Es wird ſich dies wohl auch am einfachſten ſo erklären, daß durch das eindringende Waſſer die Schale nebſt dem Fläſchchen von ihrer Stelle gehoben, und daß dabei auch der Zahn auf die Schale geſchwemmt worden iſt. Durch die Sarg⸗ wände iſt aber dann das Waſſer wieder allmählich in das Erd⸗ reich durchgeſickert, da der Stein dieſes, wie faſt aller hier ge⸗ fundenen Särge nicht dauernd für das Waſſer undurchläſſig iſt.
Von ſonſtigen Beigaben fand ſich in beiden Särgen nichts. Auch bei anderen Leichenbeſtattungen in Stein⸗ und Holzſärgen konnten wir hier durchgehends beobachten, daß bei ihnen nur ſelten Gewandfibeln oder andere Gegenſtände von Metall oder Knochen u. ſ. w. gefunden wurden, während bei den Aſchen⸗ beſtattungen ſich öfter nicht nur Fibeln, Arm⸗ und Halsringe und andere bei der Bekleidung gebrauchte Gegenſtände, ſondern auch Spiegel, Spielſteine, Schlöſſer und Beſchlagteile von Käſtchen und andere dergl. Gegenſtände fanden, die der Verſtorbene im Leben im Gebrauch gehabt hatte. Unter anderem haben ſich


