alsbald, daß die frühere Annahme, das Gräberfeld werde von dem früher ausgegrabenen Stücke an nach Oſten hin keine große Aus⸗ dehnung mehr haben, nicht richtig war, daß man vielmehr gerade jetzt erſt den Hauptteil dieſer Begräbnisſtätte aufgefunden hatte. Auch fanden ſich bald dicht neben dem weſtlichen Damme Spuren der auf dem Tafelacker der Firma Dörr und Reinhart auf eine größere Strecke hin aufgedeckten römiſchen Thalſtraße, die von Worms nach Süden nach Speier und weiter zieht. Sie ließ ſich auch hier eine größere Strecke entlang dem neuen Damme verfolgen; an der Biegung des Dammes in der Nähe der Chauſſee bei h auf dem Plane ſcheint ſie eine Strecke unter dem neuen Damme zu liegen und dann in die Frankenthaler Landſtraße über⸗ zugehen. Durch die aufgefundene Straße iſt nun aber auch ein ziemlich ſicherer Anhalt für die Ausdehnung der Begräbnisſtätte nach Oſten gegeben, denn es iſt nicht nur noch kein römiſches Grab auf der Rheinſeite der Straße gefunden worden, ſondern es iſt auch an und für ſich höchſt unwahrſcheinlich, daß die Römer ihre Toten öſtlich von der am Rande des Überſchwemmungsgebietes hinziehenden Straße in dem häufig unter Waſſer geſetzten Gelände beerdigt haben ſollten. Die ganze Begräbnisſtätte umfaßte alſo nördlich des Schildwegs einen großen Teil der heutigen Fabrik⸗ anlagen, ſüdlich des Schildweges aber das große Gebiet zwiſchen dem neuen Damme und der Frankenthaler Straße in der Weiſe, daß am Schildwege ſelbſt die Begräbnisſtätte noch bis in die Nähe der heutigen Häuſer reichte, während ſie nach Süden zu allmählich ſchmäler wurde.
Gleich am erſten Tage der Ausgrabung ſtieß man auf mehrere Gräber, auch auf einen zerſtörten Steinſarg und fand dabei mehrere Thränenkrüge, ſowie ein kleines ſechseckiges Fläſchchen von grünlichem Glaſe. Ebenſo fand man auch in den nächſten Tagen verſchiedene Aſchenbeſtattungen und 2 Steinſärge, die aber gleichfalls bereits ausgeraubt waren. Erſt 8 Tage nach Beginn der Arbeit, Samstag den 2. Mai, ſtieß man auf zwei unverſehrte Steinſärge. In beiden waren die Leichen nicht in der im erſten Teile Seite 28 beſchriebenen Weiſe mit Kalk oder Gips überdeckt, ſondern einfach in den Sarg hineingelegt. Die Skelette lagen vollſtändig regelmäßig. In dem erſten Sarge ſtanden in den Ecken


