Aufsatz 
Die Römische Abteilung des Paulus-Museums der Stadt Worms : 2. Teil / von August Weckerling
Entstehung
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die Teil I Seite 21 ausgeſprochene Vermutung, daß der Stein im Silberborner⸗Hof in der Speiergaſſe und der von Freher Orig. Palat. I. p. 50 beſchriebene Stein ein und derſelbe ſeien.

Wie im erſten Teile gezeigt worden iſt, haben ſich an die römiſche Stadt im Süden, Weſten und Norden entlang den zur⸗ Stadt führenden Straßen 3 große römiſche Begräbnisſtätten an⸗ geſchloſſen. Wir haben es diesmal vorzugsweiſe mit der an der Südſeite der Stadt gelegenen zu thun. Die Ausdehnung derſelben veranſchaulicht die auf Tafel I beigegebene Skizze. Nachdem auf dem Gebiete der nördlich von dem Schildweg gelegenen Heyl'ſchen Fabrik in der Nähe des alten Kloſters in früheren Jahren zahl⸗ reiche römiſche Funde gemacht worden waren, hatte der Alter⸗ tumsverein im Sommer 1882 das auf dem Plane Tafel I mit a bee bezeichnete etwa ein Dreieck bildende Gebiet unterſuchen laſſen und dabei zahlreiche in der früheren Arbeit beſchriebene Funde gemacht. Nach Oſten hin hatten auf dieſem Gebiete die Funde weſentlich abgenommen. Es erſchien damals als wahr⸗ ſcheinlich, daß höchſtens in dem nächſten Acker ſich das Gräberfeld⸗ noch fortſetzen werde. Da dieſer Acker damals ſeiner Beſtellung wegen nicht unterſucht werden konnte, hatte ſich der Verein den Abſchluß ſeiner Ausgrabung für ſpätere gelegene Zeit vorbehalten. Dieſe, wie ſich ſpäter gezeigt hat, ſehr umfaſſende Aufgabe iſt dem Verein glücklicher Weiſe durch ſehr bedeutende von der Stadt vorgenommene Erdarbeiten weſentlich erleichtert worden. Im Frühjahre 1885 wurde nämlich der Mariamünſterbach, der bis dahin von ſeinem Austritte aus der Heyl'ſchen Fabrik an nach Norden an der Oſt⸗ ſeite der Stadt gefloſſen war, in der entgegengeſetzten Richtung nach Süden geleitet, wo er ſich jetzt in der Nähe der bayriſchen Grenze⸗ mit der von Horchheim kommenden Altbach vereinigt. Um dies zu ermöglichen, mußten auf der ganzen Länge vom Austritte des Waſſers aus der Fabrik bis zur Frankenthaler Straße ziemlich hohe Dämme aufgeworfen werden, für die vom Schildwege an die neben den jetzigen Dämmen hinziehenden AÄcker mehrere Fuß tief bis auf den Sand ausgehoben wurden. Es iſt das auf dem Plane mit d e f g bezeichnete Gelände. Dasſelbe hat eine Länge von ca. 300 Mtr. und eine durchſchnittliche Breite von 35 Meter. Die Ausgrabung begann am 25. April 1885. Es zeigte ſich⸗