Aufsatz 
Die Römische Abteilung des Paulus-Museums der Stadt Worms : 1. Teil
Entstehung
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inſonders hochgelehrteſten Herrn von uns ein gefälliger Beitrag ge⸗ ſchehen kann. Der Magiſtrat verſpricht darauf das Vorhandene teils in Abſchrift, teils in Natura mit der erſten Gelegenheit zu überſenden. In einem weiteren Schreiben teilt dann der Magiſtrat mit, daß er die Sachen an Schöpflin habe abgehen laſſen und von Herzen wünſche:daß Euer Hochedelgeboren an ſolchen Piecen einiges Wohlgefallen tragen, auch der curiosité wegen ſelbigen in Dero berühmtem Kabinet einen Platz zu gönnen werthſchätzen mögen.

Auf einem dabei liegenden Blatt ſind die überſandten Gefäße verzeichnet:

1) Ein großes römiſches Vas oder Gefäß, in Form eines Kruges, mit einer Handhabe, mag halten gut ein halb Maß, von Glas.

2) Ein kleineres dito von der gleichen Form und Materie.

3) Ein noch kleineres dito von ſolcher Form.

4) Ein gläſern Gefäß unten rund und weit, oben mit engem Hals.

5) Ein dito gläſern Urna lachrymarum.

6) Ein Urceolus von rother Erde, unten weit, oben eng mit 2 Handhaben.

7) Ein klein dito Schüſſelchen.

Der Briefwechſel ſchließt ab mit einem Dankſchreiben Schöpflins.

Von den Geiſtlichen des Bistums haben ſich manche ſchon ſehr früh für römiſche Antiquitäten intereſſiert und dieſelben aufgeſucht. Schon im 15. Jahrhundert waren verſchiedene römiſche Inſchriftſteine, insbeſondere verſchiedene Altäre am biſchöflichen Palaſt eingemauert, wie unten noch weiter angegeben werden wird. Von einem dieſer Steine wird ausdrücklich bezeugt, daß ihn der berühmte Biſchof Johann von Dalberg, einer der Hauptförderer des Wiederaufblühens der Wiſſenſchaften in Deutſchland, der gefeierte Freund zahlreicher Humaniſten im Jahre 1484 am biſchöflichen Palaſt einmauern und dazu in Stein die Inſchrift hauen ließ: etati priscae Joh. Dalberg Episc. rep(onendum) curſ(avit) anno Christi 1484.(Apiani- Inscript. antiq. p. 484.) Ebenſo heißt es von der oben erwähnten von Profeſſor Zangemeiſter wieder ans Licht gezogenen Inſchrift, ſie ſei eingemauert geweſen am Haus des Decans Reinardus a Reipurg, desſelben, von dem Beatus Rhenanus in ſeiner berühmten 1535 bei Froben in Baſel erſchienenen Liviusausgabe mitteilt, daß er ihm