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Sproſſen⸗, Kreuz⸗ und liegende Fenſter, welche an den Giebelſeiten und im Dache angebracht ſind, und kann durch zwei an den Giebelwänden ſtehende Oefen erwärmt werden. Unmittelbar daran, mittelſt einer Thür verbunden, ſtößt ein Behältniß zur Aufbewahrung der Turnwerkzeuge. Dieſe Einrichtung verdanken wir den gefälligen Bemühungen des Herrn Landbaumeiſters Sall⸗ mann dahier, was zu erwähnen ich mich für verpflichtet fühle. Durch dieſe Halle wird es nun möglich, die ſo heilſamen körperlichen Uebungen auch bei eintretender ſchlechten Witterung im Sommer und in den rauhen Tagen des Winters ohne Unterbrechung fortzuſetzen.
Uebrigens war der Geſundheitszuſtand ſowohl der Lehrer als der Schüler im Ganzen erfreulich; nur zwei Lehrer, Dr. Oſtermann und Roſenkranz, waren durch Krankheit genz⸗ thigt, ihren Unterricht längere Zeit auszuſetzen.
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uII. Chronik des Gymnaſiums.
In Gemäßheit des Miniſtterialbeſchluſſes Nr. 4434 Pr. d. J. vom 26. April v. J. ſchied der beauftragte Lehrer Guſtav Adolph Fuhrmann und unterrichtet ſeitdem an dem Gymna⸗ ſtum zu Rinteln.
Am 26. und 28. April fand die ſchriftliche und mündliche Recipienden⸗Prüfung ſtatt. Die neuen Schüler wurden an dem zuletzt erwähnten Tage in ihre Claſſen eingewieſen, nachdem zuvor die Hora gehalten und die Schulgeſetze nebſt Hausordnung vorgeleſen worden waren. Tags darauf begannen die Lectionen.
Mit Anfang des Schuljahres trat der Praktikant Guſtav Schimmelpfeng(ſ. Progr. 1851. S. 155.) ſeinen Vorbereitungsdienſt für Philologie und Mathematik an.
Der bisherige Verwaltungscommiſſar des Gymnaſtums, Regierungsrath Schwarzenberg, wurde als ordentlicher Referent bei der Verwaltungsbehörde zu Rinteln verſetzt. Wir ſind dem⸗ ſelben für ſein freundliches Wohlwollen, womit er ſtets das ökonomiſche Intereſſe unſeres Gymna⸗ ſtums unterſtützt und gefördert hat, ergebenſten Dank ſchuldig.
Durch allerhöchſte Entſchließung vom 19. Juni iſt der Regierungsrath von Stiernberg dahier zum Verwaltungscommiſſar bei dem hieſigen Gymnaſtum allergnädigſt beſtellt worden.
Im Juni erhielt der Praktikant Auth eine Gratification von 20 Thlr. für einſtweilige Vertretung eines Lehrers.
In der muſikaliſch declamatoriſchen Abendunterhaltung am 2. Juli trug der Primaner Philipp Rommel eine von ihm gefertigte Rede über Göthe'’s Iphigenia auf Tauris vor.
Die Brunnenferien begannen am 7. Juli und dauerten bis zum 28. Juli.
Der Geſanglehrer Roſenkranz erhielt in Gemäßheit eines Miniſterialbeſchluſſes vom 13. Auguſt eine außerordentliche Vergütung von 25 Thlr. für das Jahr 1851.
Am 20. Auguſt feierte das Gymnaſium in gewohnter Weiſe mit den ihm zu Gebot ſtehenden Mitteln das Geburtsfeſt Sr. Königlichen Hoheit des Kurfürſten. Geſänge, Gebet und Declamation wechſelten mit einander ab, woran ſich die Feſtrede des beauftragten
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