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Lehrers Dr. Heräus reihte, in welcher derſelbe einen Ausſpruch von Gervinus über Shakeſpeare beleuchtete und zu widerlegen ſuchte.
Vom 25— 27. Auguſt und am 10. September fand die Maturitats Präfung mit 3 Schülern ſtatt. Ein Schüler beſtand dieſelbe nicht; ein anderer war erkrankt und wurde nachträglich geprüft.
Das gewöhnliche Herbſteramen wurde vom 22—24. September abgehalten. An dem
zuletzt erwähnten Tage erfolgte die Entlaſſung von 2 Schülern zur ÜUniverſität, bei welcher Gelegenheit der Director zu ernſten Betrachtungen der Vergangenheit und zu guten Entſchließungen für die Zukunft aufforderte. Der jetzige Student Wilhelm Pfeiffer ſprach deutſch üder die Verſchiedenheit der Römer und Germanen zu Anfang der chriſtlichen Zeitrechnung. Mit Ende des Sommerſemeſters verließen die Praktikanten Carl Otto und Eduard Auth, nachdem ſie vorſchriftsmäßig ein Jahr lang Unterricht ertheilt hatten, das hieſige Gym⸗ naſium. Dagegen trat zu Folge allerhöchſter Entſchließung(Miniſterialbeſchluß vom 30. Juni) der Lehramtscandidat Otto Witzel als Praktikant für die Fächer der Philologie, Geſchichte und neueten Sprachen ein.
Der dem Dr. Heräus im October 1850 ertheilte Auftrag, Unterricht im Gymnaſium dahier zu geben, wurde durch Miniſterialbeſchluß vom 4. October zurückgezogen.
Die Herbſtferien währten vom 25. September bis 11. October.
Zu Anfang des Winterſemeſters wurde der Seminarlehrer Schorre zu Homberg dem Gymnaſium dahier überwieſen, um aushülflich Unterricht zu übernehmen und die Leitung der gymnaſtiſchen Uebungen zu beſorgen.
Am 9. November genoſſen Lehrer und Schüler das heilige Abendmahl in der, großen Kirche.
Am 11. November iſt der frühere Geſanglehrer Dr. Wiegand(ſ. Progr. 1836 S. 35 und 1850 S. 57) in Folge eines Lungenſchlags geſtorben. Seine Bereitwilligkeit, ſeine Thäͤtig⸗ keit und ſein unermüdlicher Eifer, den Geſang in dem Gymnaſtum einzurichten und fortzubiden verdienen auch jetzt noch Anerkennung.
Am 20. December trug der Primaner Ernſt Heinemann in der muſikaliſch⸗ eeela⸗ matoriſchen Abendunterhaltung eine von ihm gefertigte Rede iber den Einfluß des Socrates vor.
Die mit dem 23. December geſchloſſenen Lectionen begannen wieder am 5. Januar.
Zu Anfang des neuen Jahrs iſt der Caplan Franz Joſeph Breidenbach dahier mit Ertheilung des Religionsunterrichts für die katholiſchen Schüler des hieſigen Gymnaſiums gegen eine jährliche Vergütung von 50 Thlr. beauftragt worden.
Durch allerhöchſtes Reſcript vom 8. Januar iſt der Titular⸗Profeſſor Wilhelm Henkel hierſelbſt zum ordentlichen Hauptlehrer bei dem hieſigen Gymnaſtum mit dem Gehalte von jähr⸗ lich 500 Thlr. allergnädigſt ernannt worden.
Am 24. 26. 27. 28. Februar ſowie am 17. und 18. März wurde das Maturitäts⸗ examen mit neun Schülern des hieſigen Gymnaſiums vorgenommen.


