Aufsatz 
Übergabe und Ausgang des Vercingetorix
Entstehung
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Diese Stelle ist die ausführlichste und interessänteste bei den alten Schriftstellern. Wir sehen daraus, und das ist für die Auffassung wichtig, daß Vereingetorix freiwillig sich als religiöses Opfer den Feinden dargebracht hatte: Der Gallierfeldherr war gänzlich unverwundet, er hatte weder in den Kämpfen um Alesia noch vorher eine Wunde erhalten und war auch nicht in Gefangenschaft geraten, er hätte also wohl entfliehen können, wenn er nicht schon vorher sein Ver- halten sich wohl überlegt haben würde, Freilich, setzt dann Dio bei, er sei nur deshalb gekommen, weil er die Hoffnung hegte, Cäsar werde ihn begnadigen in Erinnerung an ihre frühere Freundschaft; dazu paßt dann wiedersein Benehmen, wie es Dio im folgenden schildert, eben deshalb nicht recht, weil er doch in so glänzender Waffenrüstung auf stolzem Rosse dahersprengend, ohne vorher angesagt zu sein, den Gegner eher erschrecken und reizen mußte; so kommt niemand daher, der um Verzeihung bitten will,

Plötzlich und unerwartet erschien er in vollem Waffen- schmucke vor dem Tribunale des Imperators, drohend anzu- sehn, so daß einige sogar erzitterten. Weniger glaub- würdig will mir erscheinen, daß der ritterliche Mann sich niedergekniet und flehend die Hände zu Cäsar emporgestreckt habe, um von ihm Gnade zu erflehen, dies paßt nicht zu dem Wesen des Vereingetorix. Aber, so fährt Cassius Dio fort, der Imperator nahm die Ergebung des Vereingetorix nicht gütig auf, er machte ihm heftige Vorwürfe, daß er trotz des alten Bündnisvertrages Verrat geübt und so sein Unrecht noch vergrößert habe, dann ließ er den schweigend duldenden Gegner binden, um ihn aufzubewahren für den Tag des Triumphes.

Endlich erübrigt noch anzuführen 1, 45: ipse ille rex(Vercingetorix), maximum victoriae decus, supplex cum in castra venisset, equum et phaleras et sua arma ante