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und Nachwelt mit der Person des Vereingetorix beschäftigt;') denn um geschichtliche Persönlichkeiten, die in dieser Weise sich auszeichnen wie der ritterliche Gallierfeldherr, spinnt Legende, Lied und Anekdote manche Fäden, so daß es schwer wird Wahres oder nur Wahrscheinliches und Falsches zu entwirren. Lucanus sagt in seinen Pharsalia I, 447 aus Anlaß der Betrachtungen über den Abmarsch der Legionen Cäsars aus Gallien zum Bürgerkriege:
Vos quoque, qui fortes animas belloque peremptas
Laudibus in longum, vates, dimittitis aevum
Plurima securi 2) fudistis carmina, bardi.°)
So ist es denn wohl anzunehmen, daß die keltischen Sänger im epischen Liede vaterländische Helden gefeiert haben, und von wem hätten sie wohl eher singen sollen als von dem ritterlichen Vereingetorix? Sonst hätte doch wohl Lucanus, der zur Zeit Neros, also ungefähr 100 Jahre nach dem unglückseligen Ende unseres Helden dichtete, solche Verse in seine„Pharsalia“ nicht aufgenommen. Dadurch ist wohl auch der Vorgang der Übergabe weiter ausgemalt worden und es ist von Interesse die betreffenden Stellen der alten Geschichtsschreiber nebeneinander zu stellen, zu- vergleichen und sie auf ihre Glaubwürdigkeit hin zu prüfen,
Plutarch verdient wohl am meisten Glauben; denn er schöpfte bekanntermaßen vieles aus verlorengegangenen Büchern des Livius und ist auch zeitlich den Ereignissen näher gestanden. Er schreibt: T! Keioao, cap. XXVII in fine:"O de 100 oVuravros yeuov TroAsuov Oveoysvrogis avalapav vov onkov 1a xallıora zei xoounoes vov Inzov
1) Vergleiche„Literarische Notizen“,
2) securi= als sich die Barden nach dem Abzug der Legionen sicher und befreit fühlten.
3) bardi: Vergl. Ammianus Marcellinus XV, 9, 8: fortia virorum illustrium facta heroicis composita versibus cum duleibus Iyrae modulis Gantitarunt.


