Aufsatz 
Übergabe und Ausgang des Vercingetorix
Entstehung
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schwierigen Verpflegung und gezwungen durch die Ver- breitung des Aufstandes im Norden teilen mußte, verstärkte er seine Reiterei und seine leichten Truppen, die ihm bisher schon so gute Dienste geleistet. So blieben Cäsar nur noch 6 Legionen übrig, da er 4 Legionen unter Anführung seines tüchtigsten Legaten, des Proprätors Labienus, in das Gebiet der Senonen und Parisier hatte entsenden müssen. Mit diesen 6 Legionen marschierte er nun durch das Gebiet der Häduer gegen die Arverner. Vercingetorix warf sich mit dem Kerne seines Heeres in das sehr feste Gergovia und erwartete hier den Feind. Es gelang ihm dem bisher unbesiegten Imperator eine empfindliche Schlappe beizu- bringen und ihn zum Abzug zu nötigen. Jetzt fielen auch die Häduer, die schon längst schwankend und unschlüssig gewesen waren, offen zu Verceingetorix ab, Cäsars Lage ward dadurch höchst kritisch: denn noch niemals hatte die keltische Nation so einig wie jetzt dem Feinde gegenüber gestanden. Mittelgallien schien den Römern verloren; denn sämtliche Kassen, Magazine, Geiseln und Depots waren in die Hände der Aufständischen gefallen.!) Ja Vercingetorix entwarf den verwegenen Plan mit seinen Reitermassen von drei verschiedenen Seiten her in die südliche Provinz ein- zufallen. Allein jetzt gelang es dem Cäsar sich mit Labienus, der die Feinde durch seine schlaue Kriegskunst getäuscht und besiegt hatte, bei Agedinkum an der Jonne, einem Nebenflusse der Seine, wieder zu vereinigen. Ein Angriff, den Vereingetorix auf das vereinigte römische Heer in Marschordnung im Lande der Sequaner unternahm, verlief höchst ungünstig und endete mit einer Niederlage der an Zahl so weit überlegenen keltischen Reiterei; denn Cäsar hatte sich inzwischen germanische Reiter zu verschaffen

1) Mommsen, röm, Geschichte Ill, pag. 261,