Aufsatz 
Übergabe und Ausgang des Vercingetorix
Entstehung
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der unter der Asche weiterglimmt, so brannte ein unatis- löschlicher Haß und ein edler Freiheitsdrang in den Herzen der Gallier, nur hatte sich bis jetzt kein großer Mann ge- funden, ein Mann und Feldherr zugleich, der es verstanden hätte, die gegenseitige Mißgunst und den gegenseitigen Argwohn zu beseitigen. Vercingetorix war ein solcher Mann,'!) er brachte es fertig, seine unter sich uneinigen, den kriegsgewohnten und geschulten Legionaren gegenüber schon mutlos gewordenen Landsleute noch einmal zu einigen und zu entschlossener Tat zu begeistern. Selbst Cäsar muß ihm in seinen Kommentarien Gerechtigkeit widerfahren lassen und kann nicht umhin, seine Umsicht und Klugheit, seine Vaterlandsliebe, seine. Energie und Tapferkeit mehrmals hervorzuheben.2) Nachdem Cäsar dank seiner Schnelligkeit und Tatkraft von Italien aus rasch an die Spitze seiner Truppen geeilt war, die in Winterlagern zerstreut gewesen, konnten die Aufständischen schon nicht mehr hoffen, im offenen Felde die Oberhand zu behalten. Daher warf sich Vercingetorix auf den Kleinkrieg, er verstärkte seine Reiterei, ließ weit und breit das Land verwüsten, Städte und Dörfer niederbrennen, die Vorräte vernichten, suchte die Ver- bindungen und Zufuhren des Feindes von ‚er Provinz aus zu unterbinden und wußte seine Landsleute durch äußerste Strenge wirklich dahin zu bringen,?) ihm in.allem zu ge- horchen und zu vertrauen. Selbst nach der Einnahme Avarikums, der festen Hauptstadt der Biturigen, die man gegen den Willen des Vercingetorix bis aufs äußerste ver- teidigt hatte, wußte dieser die mutlos gewordenen Gallier zu trösten und aufs neue zu entflammen, indem er ihnen ihre Stärke, die in der Einigkeit bestehe, ins Gedächtnis zurückrief.) Ja während Cäsar sein Heer wegen der 1) Mommsen, röm. Geschichte III, pag. 255. 2) VII, 4, 9; VIL, 14; VII, 20, 21; VIL, 29, 30; VIL, 36, 2, 3,

3) VIL., 4, 9, 10; VII, 30, 4. 4) VII, 29, 30,