Aufsatz 
Der Anfangsunterricht im Englischen auf lautlicher Grundlage / von Max Walter
Entstehung
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sowohl an der Tafel als in ihrem Hefte sehen und bei der Zerlegung der Wörter in Laute oft die einzelnen Zeichen an der Tafel angeben müssen. Stelle ich nun diese Zeichen zusammen, so ergiebt sich eben die Lautschrift in ganz natürlicher und einfacher Weise. Da die Angabe aller einzelnen Laute das Lautbild des ganzen Wortes nicht deutlich genug hervortreten lässt, ist das Niederschreiben desselben vorzuziehen und nimmt ausserdem weniger Zeit in Anspruch. Nach dem Beispiel des Lehrers stellen nun auch die Schüler an der Wandtafel die Lautzeichen zum Worte zusammen, und so lernen alle ohne Ausnahme und ohne irgend welche Belastung des Gedächtnisses in kurzer Zeit die Lautschritt geläufig handhaben.

Da ich mich von dem Nutzen der Lautschrift an vielen Einzelwörtern, deren Aussprache eine stets genaue war, überzeugt hatte, ging ich nach der mündlichen Einübung von Sätzen zur lautlichen Darstellung derselben über, und so sah ich zu meiner Freude, dass Schüler, deren Aufnahme durchs Gehör keine so sichere war, nun schnell den UÜbelstand beseitigten und die Laute ebenso genau wie die anderen Schüler hervorbrachten. Bei der Unterstützung des Gehör- eindrucks durch dieschriftliche Darstellung der Laute konnte ich die zusammenbängenden Sätze gleich zur Fragestellung verwerten, so dass sich die Schüler schnell den Sinn und damit die Worte ein- prägten, bis sie nach und nach die so durchgenommene Erzählung frei hersagen konnten.*) So hafteten durch die häufig und in verschiedener Weise stattfindende Wiederholung der Erzühlung auch alle Laute viel besser, als wenn ich kurz darauf zur gewöhnlichen Schrift überging.

Um zu sehen, ob die vorher durchgenommenen Gedichte und Erzühlungen auch dem Laute nach sicheres Eigentum der Schüler geworden waren, wurden sie gelegentlich ganz oder stiück- weise aus dem Gedächtnis in Lautschrift niedergeschrieben,(z. B. das zuerst gelernte Gedicht, welches ich zum Schluss beifüge.) Dabei zeigte sich auch, ob die Schüler die im Zusammenhang flüchtiger betonten oder unbetonten Silben richtig aufgefasst hatten. Nachdem ich das Betreffende zur Vergleichung an die Tafel geschrieben, hatten mir die Schüler etwaige Fehler mitzuteilen und sie dann zu berichtigen. Da konnte man gleich sehen, wo der Fehler lag. Während bei der mündlichen Durchnahme jeder einzelne Schüler in einer Stunde nicht so häufig an die Reihe kommt, lässt sich hier also sotort ein Uberblick über die Aussprache der ganzen Klasse gewinnen. So wurden z. B. folgende UÜbungen mit Erfolg angestellt.

Zur Prüfung der Vokallaute in Wörtern, deren lautliche Zusammensetzung bis auf die Vokale dieselbé war, diktierte ich solche und ordnete sie dann in folgender Weise an, z. B.

Laut: Schrift: bijd, bijt. bead, beat. bid, bit. bid, bit, bed, bet, bed, bet. bæd, bæt. bad, bat, bad, bat. bud, but. bäd(pät). bard,(part.) bäod, bàt. board, bought. bäd(kin) bät. bod(kin) bot. bjuwd, buwt. Bude, boot.

*) Anmerkung: Dies ist besonders für die erste Zeit zu empfehlen, we dem Schiler viele neue Wörter in einer Erzühlung entgegentreten, während es dann, wenn die meisten Wörter bekannt sind, genügen dürfte- nach der mündlichen Durchnahme nur die neuen Wörter in Lautschrift an die Tafel zu schreiben. Die Gedankenverbindung erleichtert die Aneignung der Wörter in hohem Grade, nur darf man sie nicht gleich für die nächste Stunde auswendig verlangen, sondern erst dann, wenn die Erzählung jedem Schüler geläufig geworden ist.