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Bei der Wiederholung der Erzählungen und Gedichte zum Schluss des Jahres werden die wichtigsten Beziehungen zwischen Lant und Schrift, welche nach und nach bekannt geworden sind, nach folgenden Gesichtspunkten zusammengestellt.
I. Durch welche Buchstaben werden die eineemen Laute und Lautverbindungen dargestellt?
II. Welche verschiedenen Laute werden durch die einzelnen Buchstaben bezeichnet?
III. In welchen Verbindungen werden einzelne Buchstaben nicht mehr ausgesprochen?
Die Beziehungen zum Deutschen und Französischen, welche zur Aneignung des fremden Wortschatzes und zum besseren Verständnis der grammatischen Gesetze hervorgehoben werden, finden auch bei dem Vergleich zwischen Laut und Schrift nutzbringende Verwertung. Durch die Beachtung solcher Beziehungen wird die Erlernung der Sprache nach Laut und Schrift er- leichtert und das Verständnis für die Entwicklung der fremden Sprache gefördert. So kann beim Vergleich zwischen Laut und Schrift den Schülern gezeigt werden, wie sich Buchstaben, die lautlich verstummt sind, im Deutschen oder Französischen wiederfinden, und wie sie früher gelautet haben.
An Wörtern wie knight, right, brought, fouglat lässt sich z. B. ohne auf die weitere lautliche Entwicklung einzugehen, auch einem Anfänger klar machen, duss die Buchstaben gh früher wie die entsprechenden Laute in Knecht, Recht, brachte, focht ausge- sprochen worden sind. Damit sieht er doch, dass diese Schriftzeichen in früherer Zeit auch einmal Laute dargestellt haben. Zugleich kann er darauf hingewiesen werden, dass die Buch- staben ch im Deutschen zwei verschiedene stimmlose Reibelaute, den Gaumenlaut(Knecht) und Kehllaut(brachte) darstellen. Von diesen ist der letztere, der ehemals auch im Englischen vorhan- den war, wie er aus brought und fought entnimmt, in der jetzigen Sprache verloren gegangen. Ein Engländer also, der Deutsch lernt, muss diesen ch-Laut in brachte, focht ebenso neu lernen, wie der Deutsche P und d. Dagegen findet der Schüler den durch Einfluss des vorhergehenden stimmlosen Lautes stimmlos gewordenen Gaumen-Reibelaut(ch in ich) wieder in Wörtern wie tuneful, Tuesdag. In Wörtern wie reign, campaign kann ihm durch Vergleichung mit den französischen Wörtern regne, campagne die Einprägung des stummen Schriftzeichen g erleichtert werden; wenn auch das g in der Verbindung gn in vielen englischen Wörtern, nachdem es bereits verschwunden war, nachträglich wieder in die englische Orthographie hineingekommen ist.
Auch lässt sich oft aus den Buchstabenverbindungen auf das Verstummen von Lauten aus rein lautlichen Gründen schliessen, wozu die Lauttafel dem Schüler manche Aufklärung bietet, vgl. Wörter wie tomb, empty; Dnieper, Wednesday; bnight, gnat; hymn, autumn; ahistle, listen; avrite, oprong u. s. w. Der leichtere Lautansatz im Deutschen giebt uns einen bequemeren Uber- gang von einem Laut zum andern— obwohl auch hier bisweilen Laute ausgelassen werden, z. B. Ferd für Pferd— während der breitere, vollere englische Lautansatz solche Ubergänge von Lauten, die an gleicher(mb, dn) oder benachbarter Stelle gebildet werden(mpt, gn, kn, stl, stn) erschwert(vgl. die Aussprache von Knecht mit knight, Distel mit thistle). Aus dem glei- chen-Grunde ergiebt sich auch der in der Umgangssprache übliche, bei Sweet öfters vor- kommende Ausfall von Lauten wie E in asked und exactli). In Wörtern wie nature, creature erklärt sich der vor u erfolgende Ubergang des zu s sowie der anstatt dessen in neuerer Zeit wieder eintretende Ubergang zum stimmlosen Gaumen-Reibelaut aus der Natur der verwandten Laute. Im Deutschen bemerken die Schüler den UÜbergang dieses Lautes in s, da einige Schüler dazu neigen, Wörter wie Mönch mit S auszusprechen. Beim Vergleich der englischen Wörter pleasure, leisure, division, portion, station mit den entsprechenden französischen Wörtern plaisir,


