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a(aa oder à) einfach mit a bezeichnet. Die Schüler lernen diesen Laut, indem sie zu à in last den geschlossenen Laut finden. Ich spreche ihnen also d vor und gehe mit demselben Stimmton durch grössere Anspannung der Zunge und Hebung des Unterkiefers zum geschlossenen a-Laut über.
Ist nun das Gedicht in sechs Stunden in der Klasse erlernt und der Schüler hierdurch mit dem Inhalt des Gedichtes und den neuen Lauten und Lautverbindungen vertraut geworden, so kann noch mehr als vorher die Aufmerksamkeit dem guten, sinngemässen Vortrag des ganzen Gedichts zugewandt werden.
Folgende Punkte werden dabei besonders berüicksichtigt: Unmittelbare Aufein ander- folge der dem Sinne nach zusammengehörigen Satzteile mit genauer Be- folgung der vom Französischen her bekannten Bindung. Hierdurch entstehen von selbst sinngemässe Pausen, in denen der Schüler Atem holt. Dies ist besonders wichtig; denn durch das Atemholen an falscher Stelle wird das eng Zusammengehörige häufig von einander getrennt, wie wir es ja auch im Deutschen oft genug beobachten können, wenn der Schüler ein neues Stück liest, dessen Sinn er noch nicht übersieht. Jedem Lesen in der fremden Sprache muss daher auch das Verständnis dessen, was man liest, voraus- gehen.
Zum guten Sprechen und Lesen gehört ferner die durch den Sinn bedingte Abstufung des Wort- und Satztones. Diese findet sich unter der An- leitung des Lehrers von selbst, wenn der Schüler die lautlichen Schwierigkeiten überwunden hat und mit dem Inhalt des Gesprochenen oder Gelesenen vertraut geworden ist. Dabei stellt sich heraus, wie er unbewusst weniger betonte oder unbetonte Silben und Worte abschwächt, da er ja auch im Deutschen bemerkt, wie der Lautwert des einzelnen Wortes in zusammenhängender Rede Anderungen erleidet. Hierbei werden eben die untergeordneten Silben und Worte in un- mittelbarer Anlehnung an die Sinnträger des Satzes unrolltommmnen artikuliert, was ja in gleicher Weise für jede Sprache gilt.
In der Poesie lässt der Rhythmus die unbetonten Silben noch genügend herrortreten, so dass deren Abschwächung nie so gross ist als in der Prosa. Hierbei ist zugleich zu bemerken, dass der Engländer, der mit Bewusstsein gut aussprechen will,(nicht nur der Kanzelredner) bedeu- tend weniger kürzt, als er es in der Umgangssprache zu thun pflegt. Für den Anfangsunterricht möge man also das Wort als einen bestimmten Sinnträger zunächst in seiner genauen Aussprache lehren. Die Veränderung, die es in seiner Stellung im Satze erleidet, ergiebt sich dann von selbst, sobald der Schüler das Gedicht oder Lesestück beherrscht und zu mehr sinngemässem Vortrag und Lesen durchdringt.
Von grosser Bedeutung ist es, dass der Schüler Wortverbindungen wie I am, he is, vou are nicht in deutscher Weise ausspricht, wobei die Vokale durch den im Deutschen üblichen Kehlkopfverschlusslaut von einander getrennt werden, sondern dass die schon an anderer Stelle hervorgehobene Bindung stattfinde. Im Gegensatz zum neuen Stimmeinsatz im Deutschen muss der Schüler im Englischen mit demselben Stimmton von einem zum anderen Laute übergehen. Dieses Fehlen des Kehlkopfverschlusses im Englischen erklärt den so häufig vorkommenden Aus- fall von Vokalen, zumal wenn zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Vokale sich lautlich nahe- stehen, wie in I am, he is, hou, are, die in der Umgangssprache den zweiten Vokallaut verlieren.


