Aufsatz 
Geschichte der Realschule. Festschrift zur Feier der Eröffnung des neuen Gebäudes für die Realschule i.E. in Oberursel a.T. und des 50jährigen Bestehens des Anstalt am 25. Februar 1913
Entstehung
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Reallehrer zu beſetzen; bei der geringen Beſoldung war es allerdings ſchwer, jolche Bewerber zu bekommen, und wenn man ſie hatte, feſtzuhalten. So waren im Jahre 1870 Slſing, 1882 Sörenſen als Veallehrer an der Anſtalt tätig; aber beide nur kurze Zeit

Um die Vealſchule zu erhalten und zu verbeſſern, beſchloſſen 1000 die ſtädtiſchen Behörden eins vierte Lehrkraft anzuſtellen, und zwar einen wiſſenſchaftlichen Hilfslehrer; nur für den Fall, daß lich keiner findet, jolle ein Mittelſchullehrer eintreten. Für die Stelle meldete ſich aber nur der als Leiter einer Privatſchule in Königſtein tätige Rektor Joh. Freitag, der auch gewählt wurde; er war bis 1. Juli 1905 an der Realſchule tätig. Sein Nachfolger wurde der wiſſenſchaftliche Hilfslehrer Scharold vom Gumnaſium in München, der Oberurſel nach 3 Jahren verließ. Außerdem jeien noch einige Lehrer genannt, die zeitweiſe ganz an der Realſchule tätig waren: Schopen, der Franzöſiſch und Engliſch lehrte, Schwab, Ort, Kamm, Kexel II, Kaltenhäuſer.

Der 1. Oktober 1010 bildet einen Merkſtein in der Entwicklung der Realſchule; ſie wurde mit den Klaſſen SextaQuarta als Vealſchule i. E. anerkannt und dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium unterſtellt; eine Anzahl der Certianer trat in Quarta zurück, der Reſt wurde bis Oſtern 1911 hauptſächlich von Herrn Kexel unterrichtet, bis dann die alte NRealſchule endgiltig aufhörte. Der eigentliche Ausgangspunkt dieſer letzten Umformung war die Denkſchrift des Bürgermeiſters Füller vom 20. Februar 1908. Darin ſchilderte er zunächſt die unzureichenden Verhältniſſe der damaligen Realſchule; erörterte dann die Frage, welche Schulart die am meiſten für Oberurſel geeignete jei und kam zum Schluß, daß eine Oberrealſchule die einzig richtige wäre, ſtellte dann eine ungefähre Koſtenberechnung auf und behandelte die Aufbringung der Mittel. Das Provinzial-Schulkollegium hatte jedoch ſjeine Bedenken. Trotzdem der Landrat des Obertaunuskreiſes und der Regierungspräſident mit aller Wärme für die Oberrealſchule ein- traten und einmütig der Anſicht Ausdruck gaben, daß eine Realſchule für Oberurſel unzureichend jei, jo wurde vorerſt doch nur die letztere genehmigt. So mußte ſich die Stadt zufrieden geben; jie hofft jedoch, daß in nicht ferner Zukunft ihr Plan zur Ausführung kommen wird und hat das neue Schul gebäude bereits als Oberrealſchule gebaut.

Zum Leiter der Vealſchule i. E. wurde gewählt der Oberlehrer Wallenfels von der Oberrealſchule mit Reformrealgumnaſium in Mar⸗ burg, zu Oberlehrern der Oberlehrer Schreiner vom Nealgumnaſium in Neunkirchen und der Kandidat des höheren Schulamts Dr. Meſjer chmitt vom Nealgumnaſium i. E. in Dillingen. Am 10. Oktober wurde die neue Realſchule in feierlicher Weiſe eröffnet, bei der der Leiter und die

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