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Feuerwerk im Dunkel des Waldesdickichts.„Ich kam ganz frisch von meinen ersten philosophischen Studien,“ berichtet Geijer, „gewiss mit mehr Ahnung als deutlicher Erkenntniss jenes inneren Zusammenhangs der Dinge, der mich immer mehr als alles Andere in der Welt interessirt hat. Ich will nicht sagen, dass dieser Zusammenhang keine Existenz für Tegnér hatte, sie lag in seinem Gefühle, aber unentwickelt, und er erlaubte nicht, dass irgend ein Strahl auf das Dunkel fiel, worin es begraben lag. Alles solches verdammte er gleich ohne Weiteres als deutsches Unwesen und Zank. Bei jedem Versuch, eine ordentliche Schluss- folge zu Stande zu bringen, drehte er sich, um die Heidelbeeren, die den Weg entlang standen, zu essen, oder um nach einem Vogel zu sehen, oder ein hüpfendes Eichhörnchen zu beschauen.“*
Wenn Tegnér selbst sagt, dass ihn die Kantische Philosophie wegen ihrer ursprünglich skeptischen Natur, wegen ihres Resul- tates, das bei einem Dunkeln und Unbekannten, bei einem uner- gründlichen Urprinzip stehen bleibt, fesselte, so hat er für das Schellingsche System nur bedingte Anerkennung und gegen das Hegelsche, zumal insofern es in das theologische Gebiet übergreift, entschiedenen Widerwillen. Während seiner akademischen Lauf- bahn hatte die Schellingsche Naturphilosophie bei einigen jüngeren Dozenten sowie einem Bruchtheil der studirenden Jugend lebhaften Anklang gefunden, wozu vielleicht die seltene Klarheit, womit der für seine Person eklektische Philosoph, Professor Fremling,** dieselbe in seinen Vorlesungen darstellte, nicht wenig beitrug. Das gefürchtete Weitergreifen einer Richtung, die ängstlichen Ge- müthern Staat und Kirche zu gefährden schien, zog sogar die Aufmerksamkeit des stockholmer Kanzlers der Universität, Frei- herrn von Engeström, auf sich. Es kam zwischen ihm und Frem- ling zu einem charakteristischen Briefwechsel, in welchem die
Geijer: Samlade Skriſter s. Afdeln, II. Bd. Stockholm, 1850.
„ In seinen Werken(IV, 29 ff.) ist dem 1820 gestorbenen genialen Manne ein schöner Nachruf gewidmet, in dem u. a. die Verse: Systeme kommen nnd Systeme ziehen, ur eins trägt Frucht von tausenden, die blühen, für Tegnérs Stellung zur Philosophie charakteristisch sind.


