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mehr wecken und beleben, als alle Katechesen und theologischen Systeme zusammengenommen. Da tritt uns eine ganz andere Welt entgegen, da duftet eine ganz andere Luft, da strahlt ein ganz anderes Licht, nicht ein wissenschaftliches, sondern ein himmlisches.“ Erkennt er in Paulus„den reichen, brennenden Geist, der den Hintergrund des Lebens so dunkel malte, damit die Lilien des Paradieses auf demselben desto heller schimmern möchten“,** so tritt ihm in den Evangelien dagegen eine Innig- keit entgegen, die auch das rohste Gemüth ergreift. Auch ihm ist wie Luther das johanneische das zarte Hauptevangelium, das Buch, das nur„mit Blumenschrift auf Himmelsblau gedruckt“ werden sollte,„die reiche Idylle vom Gottessohne, klar wie die Sonne und mild und sanft wie der Mondenschein“.***
Welche theologische Studien Tegnér auf der Universität Lund, die er 1799 bezog, neben den philologischen und philosophischen gemacht habe, lässt sich bei dem Mangel aller hierauf bezüglichen Nachrichten nicht ermitteln. Umfassend können dieselben keinen- falls gewesen sein und es steht fest, dass er die gründliche theo- logische Gelehrsamkeit, durch die er die Geistlichkeit seines Stifts bei der Synode von 1836 in Erstaunen setzte, eine Frucht eiser- nen Fleisses späterer Jahre war. Dafür spricht auch die Angabe seines Biographen, dass ihm die Theologie bereits auf der Uni- versität nicht fremd geblieben sei, was doch nicht gerade auf ein- gehende Beschäftigung mit derselben schliessen lässt, † sowie sein eigenes Zeugniss, dass er damals diese Wissenschaft nur„für den Hausbedarfeett kennen gelernt habe. Vielleicht, dass dieser letz- tere Ausdruck das erforderliche Maass von Kenntnissen bezeich- nen soll, um ein Examen insbesondere über Kirchengeschichte und Dogmatik vor der theologischen Fakultät zu bestehen, wie es in
„VI, 33. VlI, 63. — Das Gedicht: Johan Olof Wallin. IV, 106. † I, LXXII. Endast till husbehof. Siehe Teguérs-Statyen i Lund, 27.


