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müsse, und seit der Zeit hat er ihm Nichts mehr zu rechnen gege- ben als— Wohlthaten! Wie hätte ein so sichtbares und gnä- diges Walten der Vorsehung seine Wirkung auf ein nur einiger- maassen religiös emplängliches Gemüth verfehlen können? In der That finden wir, dass der Glaube an eine Vorsehung, die nicht nur über dem Ganzen und Grossen, sondern auch über dem Geschicke des Einzelnen waltet,* für Tegnér stets ein Herzens- bedürfniss geblieben ist. Noch am Ziele seiner Laufbahn, nach- dem er die Bitterkeit des Lebens reichlich geschmeckt, äussert er in einem Briefe an Franzén, dass der Glaube an eine Vorsehung, wie manche Schwierigkeit er auch für die Spekulazion enthalte, doch der trostvollste im Christenthum sei.**
In dem neuen Lebensabschnitt, der nun mit seinem 14. Jahre begann, hat er in einer abgelegenen Waldgegend, dem Bergwerke Rämen, als Autodidakt mit unerhörtem Fleiss seinen Studien obge- legen. Vor Allem war es die feine, reichgegliederte Sprache„des Olymps und der Grazien, die er bei den dürftigsten Hülfsmitteln mit glühendem Eifer und glänzendem Erfolge“ studirte. Allein über den„Wiegenliedern der Poesie““, den homerischen Dichtun- gen, die er nach dem unverwerflichen Zeugnisse eines Jugend- freundes damals innerhalb sieben Monaten wiederholtt** durchgelesen hatte, wurde doch auch die Bibel keineswegs ver- gessen. Schon als Kind hatte er dieselbe fleissig studirt, so dass er nicht bloss einzelne Sprüche, sondern ganze Abschnitte beinahe auswendig wusste.+ Diese Liebe zu der heiligen Schrift hat ihn durch das ganze Leben begleitet. Sie gilt ihm als„des Him- mels Hauptbuch“, † † mit dem der Christ zunächst und vor Allem vertraut sein muss. Wenn die Dogmen das Abstracte, so reprä- sentirt dagegen die Bibel, insonderheit das Neue Testament, das Konkrete im Christenthum. Ein einziges Capitel der Schrift, das durchaus nichts Dogmatisches enthält, kann den Sinn für Religion
Försyn i detaljerna.
W.I, 305.
e Drei Mal die Ilias und zwei Mal die Odyssec. † Kahl, 230.
†† Himlens hufvudbok.


