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soll auf seine Zuhörer wie eine Predigt gewirkt haben.“ Wenn man bedenkt, wie tief gerade die ersten Eindrücke sich in die Seele graben, so ist die Voraussetzung gerechtfertigt, dass auch Tegnér dieselben als einen unveräusserlichen Schatz mit sich durch das Leben genommen, dass er insbesondere manche Züge zu dem seelenvollen Bilde des evangelischen Geistlichen aus den Erinnerungen seiner Kindheit, aus dem Charakter und Wandel eines unvergesslichen Vaters entlehnt habe.
Doch nicht lange, so erfasste der Sturm des Lebens das grünende Laubdach eines stillen, häuslichen Glückes, um es in die Winde zu streuen. Das Haupt der Familie starb und hinter- liess— das gewöhnliche Erbe eines Standes, dessen Dienstgesetz in seinem ersten Paragraphen Aufopferung und Entsagung fordert — Kinder und Armuth. Hinter dem jüngsten Sohne, einem neunjährigen Knaben mit Feuer im Auge, schloss sich die Thüre des elterlichen Hauses. Ein Jugendfreund des Vaters, der Steuer- einnehmer Branting, nimmt sich des Verwaisten an. So finden wir ihn bald auf einem Voigteikomptoir mit grossem praktischen Geschick an Steuerverzeichnissen arbeiten, bald seinen Wohlthäter auf weitläuftigen Reisen begleiten. Seine fröhlichsten Jahre schwanden unter Ziffern dahin, in der Schule der Pflicht und der Arbeit. Aber in jenes Mannes Brust klopfte eines Vaters Her⸗z für den Vaterlosen. Eines Abends, bei der Heimkehr von einer Geschäftsreise, haben sie miteinander in der Sterne goldnem Buch gelesen: da stand über die Zukunft des Knaben etwas Anderes geschrieben. Als der fromme Branting von dem sternenklaren Himmel Veranlassung nimmt, ihn auf die sichtbaren Spuren der göttlichen Allmacht aufmerksam zu machen, erfährt der Hoch- erstaunte, dass seinem Pflegesohn die Gesetze für die Bewegung der Himmelskörper bereits nicht mehr fremd sind.** Da kommt bei dem Edlen der vielleicht längst schon in seiner Seele schlum- mernde Gedanke zum Durchbruch, dass der junge Esaias studiren
.1, IX. I. hatte für sich Basthelms„Philosophie für Ungelehrte“ gelesen.
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