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1. Unterſatz: Das α.—ρ᷑ ο Geſchehende geſchieht entgegengeſetzt dem α αο:R/½ Ge⸗
ſchehenden.
2. Unterſatz: Das Eine geſchieht durch à*ςᷣοοασνν, das Andere durch w6 οGGν.
Schlußſatz: àονnn, Gegenſatz von Gw ꝝ‧ñRGν.
Dieſer Schluß als Oberſatz in Gemeinſchaft mit dem gleich Anfangs zugeſtandenen Satze, daß àοοσννν ooppositum von ορσα ſei, als Unterſatz, und dem zweiten logiſchen Geſetze liefern den zweiten Schlußſatz: GσG bπ⁷ gleich Gπαιαα quod erat demonstrandum.
Hieran ſchließt ſich unmittelbar der Beweis für die Identität von ααGGw ²*νν und dιυκαασ ν ντ. Er iſt wiederum indirect. Es wird ausgegangen von dem Satze: Wer Unrecht thut, kann dabei beſonnen ſein, was nach der Anſicht des Protagoras möglich ſein muß; dieſer Satz iſt als ein Widerſpruch nachzuweiſen. Dem Begriffe des œo„e?y wird zunächſt als identiſch ſub⸗ ſtituirt das ed gooved“ und dieſem wiederum das ed S0946vg9ail. Sich wohl berathen aber thut nur derjenige, der glücklich iſt.— Dann wird der Begriff Güter eingeführt und näher dahin beſtimmt, daß alles das ein Gut ſei, was dem Menſchen nützlich iſt. Der weitere Gang des Beweiſes würde nun der ſein, daß dααασνννν jedenfalls auch als ein Gut anerkannt werden müßte, weil ſie, wie Protagoras ſelbſt früher behauptet, Allen nützlich iſt, ihr Gegentheil aber, die A⁴α⁴α, Schaden und Unheil bringt. Dadurch aber würde ſich für den obigen Satz eine contradictio in adjecto herausſtellen, inſofern der Unrechtthuende ſich wohl beräth und glücklich iſt durch eine Handlungsweiſe, die das Gegentheil davon herbeiführt. Dies Endreſultat ſcheint der Sophiſt vorauszuſehen. Um deßhalb einer neuen Niederlage zu entgehen, ſucht er durch eine Abſchweifung den eigentlichen Streitpunkt zu verwirren, und ergeht ſich ähnlich wie früher in einen langen Discurs darüber, daß„nützlich“ ein ſehr relativer Begriff ſei. Dieſe ganze Darlegung hat aber mit dem Gange des Beweiſes nicht das Geringſte zu thun, denn Sokrates ſpricht dem ganzen Zuſammenhange nach nur von dem dem Menſchen Guten und prädicirt von dieſem das Nützlich, während jener beide Begriffe als identiſch und in viel weiterem Sinne faßt. In Folge dieſer Abſchweifung des Protagoras läßt Sokrates einſtweilen die ganze Streit⸗ frage fallen, um ſie erſt nach langen Zwiſchengeſprächen, die ſcheinbar außer Beziehung zur Sache ſtehen, 349 B wieder aufzunehmen.
Protagoras hält ſeine frühere Behauptung, das 66 Q%, diαμαααααννν, σέοπνσοσνννν, σο⁹σᷣα und lν6σςσ⁴α nur Theile der εnn ſeien, aufrecht, modificirt ſie aber dahin, daß die vier erſten allerdings einander ſehr ähnlich, die„ ⁶οεα jedoch von dieſen ganz verſchieden ſei, und be⸗ grundet dies letztere durch den Hinweis auf die Erfahrung, daß viele Menſchen durchaus gott⸗ los, ungerecht, ausſchweifend und unwiſſend, und dabei doch ſehr tapfer ſeien. Dies letztere greift Sokrates auf und weiſt nach, daß alle Tapferkeit in einem Wiſſen beſtehe; dadurch bekommt von ſelbſt die Unterſuchung eine etwas andere Richtung, denn während bisher der nächſte Zweck war, die Einheit aller Tugenden darzuthun, tritt jetzt der andere Satz in den Vordergrund, daß die Tugend ein Wiſſen ſei, und daraus wird dann die Einheit gefolgert. Es wird dabei von dem Begriff tapfer ausgegangen und von ihm als Merkmal die Kühnheit prädicirt. Dann wird die Tugend als etwas Schönes beſtimmt und zwar in allen ihren Theilen, alſo auch die Tapferkeit. Nunmehr wird durch Induction aus drei Beiſpielen, dem Brunnentaucher, dem Peltaſten und


