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3) Rudolf Schlosser, geboren am 2. Oktober 1872 zu Reichenbach i. O.(Großherzogtum Hessen), besuchte von Ostern 1882 bis Ostern 1891 das Städtische Gymnasium zu Frankfurt a. M., studierte in Leipzig, Greifswald, Marburg und Erlangen Theologie und Philologie, bestand im Herbst 1895 die erste und Ostern 1897 die zweite theologische Prüfung und war dann als ordinierter Hilfsprediger in Frankfurt a. M. tätig. Am 9. Februar 1900 bestand er in Marburg die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, war von Ostern 1900 bis Ostern 1901 Mitglied des Pädagogischen Seminars am Königlichen Gymnasium zu Wiesbaden und leistete sodann sein Probejahr an der Oberrealschule zu Wiesbaden ab. An dieser Anstalt war er bis Ostern 1903 als wissenschaftlicher Hilfslehrer und darauf bis Ostern 1905 als Oberlehrer angestellt.
²) Otto Berlit wurde am 4. Mai 1878 zu Hersfeld an der Fulda geboren. Er besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und legte Ostern 1806 daselbst die Reifeprüfung ab. In Berlin, Kiel, Grenoble(Isère) und Halle studierte er Neuere Sprachen und Germanistik. Herbst 1809 promovierte ihn die philosophische Fakultät der Universität zu Halle auf Grund einer Arbeit über die Sprache des altfranzösischen Dichters Robert von Blois zum Doktor. Am 6. Juli 1901 bestand er die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Das Seminarjahr legte er von Ostern 1902 am Gymnasium zu Wiesbaden, das Probejahr im Anschluß daran am Gymnasium zu Hersfeld und an der Oberrealschule zu Wiesbaden ab. Von Ostern 1904 bis Ostern 1005 war er beurlaubt, und zwar im Sommerhalbjahr zum Sprachstudium ins Ausland. Ostern 1905 wurde er zum Oberlehrer an den städtischen höheren Schulen Wiesbadens gewählt.
1) Albert Reitz, geboren am 23. August 1874 zu Hatzfeld, besuchte von 18900 bis 1893 das Lehrer-Seminar zu Friedberg i. W., war von 1893 bis 1894 Lehrer in Darmstadt und von Ostern 1804 bis Herbst 1898 Hilfslehrer am Lehrerseminar zu Friedberg. Das Staatexamen bestand er in Darm- stadt 1905. Von Oktober 1898 bis Juli 1900 widmete er sich dem Fachstudium auf der Kunstgewerbe- schule zu Kassel und bestand die Zeichenlehrerprüfung im Juni 1900. Von Herbst 1900 bis Herbst 1901 war er Reallehrer an der Realschule und dem Progymnasium zu Michelstadt i. O. und von Herbst 1901 bis Ostern 1905 Zeichenlehrer am Realgymnasium zu Wiesbaden.
¹11) August Ohlenburger wurde am 17. Juli 1861 in Dauborn(Kreis Limburg) geboren. Er besuchte das Lehrerseminar zu Usingen und bestand Ostern 1881 die erste Lehrerprüfung. Von 1881— 1883 wirkte er als Lehrer in Ramschied und von 1883—1887 in Langenseifen, Kreis Untertaunus. Im Jahre 1883 legte er in Usingen die zweite Lehrerprüfung ab. Ostern 188/ trat er in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden, wo er 16 Jahre an der Volksschule an der Bleichstraße und von Ostern 1903— 1905 als Vorschullehrer an der Vorschule der Oberrealschule a. d. Oranienstraße tätig war. Von ihm erschien in Gemeinschaft mit I. Würsdörfer: Rechenbuch in 4 Heften; desgl. Rechenbuch in 3 Heften. Wiesbaden, Behrend.*
¹²) Friedrich Gut, geboren am 19. Oktober 1871 zu Neuweilnau(Kreis Usingen), besuchte das Königl. Lehrerseminar zu Usingen und bestand daselbst Ostern 1892 die erste Lehrerprüfung. Durch Verfügung der Königl. Regierung zu Wiesbaden wurde er vom 15. April 1892 ab mit der provisorischen Versehung der IV. Lehrerstelle an der fünfklassigen Mädchenschule zu Dillenburg betraut. Nachdem er im Juni 1804 die zweite Lehrerprüfung abgelegt hatte, erfolgte am 1. Oktober 1894 seine definitive Anstellung a. d. städt. Mädchenschule zu Dillenburg. Am 15. April 1896 trat er in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden ein und war an den Schulen auf dem Berg, in der Lehrstraße und an dem Gutenbergplatz tätig. Seine durch das Kuratorium der städt. höheren Schulen erfolgte Wahl zum Lehrer an der Oberrealschule zu Wiesbaden wurde durch Verfügung des Königl. Provinzial- Schulkollegiums zu Kassel vom 8. November 1904 bestätigt.
¹13) Joseph Wüst wurde am 6. Dezember 1862 zu Thalheim(Kreis Limburg) geboren. Er be- suchte das Lehrerseminar zu Montabaur und bestand Ostern 1882 die erste Lehrerprüfung. Von 1882—1884 wirkte er als Lehrer in Untershausen, Kreis Montabaur, und von 1884—1887 in Thalheim. Kreis Limburg. Im Jahre 1885 legte er in Montabaur die zweite Lehrerprüfung ab. Im Herbst 1887 trat er in den Schuldienst der Stadt Wiesbaden, wo er 10 Jahre an der Volksschule an der Bleichstraße und 8 Jahre an der Blücherschule tätig war.
¹4) Joh. Röhrig, geboren am 9. Dezember 1878 in Obertiefenbach bei Limburg, besuchte das Königliche Gymnasium zu Hadamar von 1891 bis 1898, studierte bis Ostern 1000 am Priesterseminar


