er behufs sprachlicher Ausbildung ins Ausland, bekleidete fast zwei Jahre lang eine Lehrerstelle an der Grammar-School zu Altrincham, Cheshire, hielt sich dann Studien halber ein Vierteljahr in Paris auf und beschloß seinen Aufenthalt im Auslande in Lausanne, wo er ein halbes Jahr lang als Lehrer an einem Knabeninstitut tätig war. Im Herbst 1885 setzte er seine Studien in Marburg fort, promo- vierte daselbst und bestand dort am 8. Juli 1887 das Staatsexamen. Das pädagogische Probejahr leistete er am Realgymnasium zu Wiesbaden ab, war von Oktober bis Ende Dezember 1888 Hilfslehrer an der Realschule zu Hanau und trat Anfang Januar 1889 als Hilfslehrer, vom 1. April desselben Jahres ab als ordentlicher Lehrer an der Realschule, späteren Oberrealschule zu Wiesbaden, ein. An dieser war er bis Ostern 1905 tätig. Von ihm erschienen: 1. Die Metapher bei den Vorläufern Molieères. Marburg, 1888(Dissertation). 2. Die Metapher in den Dramen Victor Hugos, 2 Teile; Programm der Oberrealschule zu Wiesbaden, 1800 und 1000.
¹) Ludwig Mahlinger, geboren am 25. Dezember 1868 zu Wiesbaden, evangelischen Bekennt- nisses, vorgebildet auf dem Königl. Realgymnasium daselbst, widmete sich auf den Universitäten München, Straßburg, Marburg dem Studium der Neueren Sprachen und der beschreibenden Natur- wissenschaften. Auf Grund einer Abhandlung über einige dem Angelsachsen Cynewulf zugeschriebene Dichtungen erwarb er sich im Sommer 1891 die philosophische Doktorwürde und bestand am 15. Juli 1892 zu Marburg die Prüfung pro facultate docendi. Von Oktober 1892 bis Oktober 1893 war er Mitglied des pädagogischen Seminars zu Kassel; die erste Hälfte des pädagogischen Probejahrs leistete er an der städtischen Oberrealschule zu Wiesbaden ab, die zweite Hälfte verbrachte er zu seiner sprach- lichen Ausbildung in Paris. Nachdem er vom 19. September 1894 bis I. April 1895 zur Vertretung eines beurlaubten Oberlehrers an der städtischen Oberrealschule zu Wiesbaden tätig gewesen war, bekleidete er bis zum I. April 1897 an derselben Anstalt die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers. Im Februar 1896 bestand er in Berlin die Turnlehrerprüfung. Am 1. April 1897 zum Oberlehrer er- nannt, gehörte er bis zum Frühjahr 1905 dem Kollegium der Oberrealschule zu Wiesbaden an.
⁵) Adolf Vogel wurde am 4. November 1871 zu Hermannstein(Kr. Biedenkopf) geboren. Er besuchte von Ostern 1882 bis Ostern 1891 das Gymnasium zu Wetzlar, studierte dann in Berlin, Lausanne, Genf und Marburg Neuere Sprachen und Geschichte und bestand im Januar 1806 an letzterer Universität die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Von Ostern 1896 bis Ostern 1897 war er Mitglied des pädagogischen Seminars an der Oberrealschule(Klingerschule) zu Frankfurt a. M., und von Ostern bis Michaelis 1897 leistete er die erste Hälfte seines Probejahres an der dortigen Real- schule(Adlerflychtschule) ab, während er die zweite Hälfte desselben im Ausland(England und Frankreich) verbrachte. Von Ostern bis Michaelis 1898 war er wissenschaftlicher Hilfslehrer an der Oberrealschule zu Barmen, von Michaelis 1898 bis Ostern 1890 Oberlehrer an dem damaligen Progymnasium zu Neunkirchen(Bez. Trier), von Ostern 1809 bis Ostern 19003 Oberlehrer an dem Gymnasium mit Realklassen zu Mülheim a. Rhein, sodann bis Ostern 1905 Oberlehrer an der hiesigen Oberrealschule.
) Hans Abt, geboren am 30. August 1871 zu Niedergladbach(Kreis Untertaunus), besuchte die Gymnasien zu Hadamar und Wiesbaden und studierte dann in Würzburg, München, Marburg und Münster Germanistik, Geschichte, Geographie und alte Sprachen. Am 26. Juni 1896 bestand er das Examen pro facultate docendi. Seiner Militärpflicht genügte er beim Füs.-Reg. Nr. 8o in Wies- baden. Das Seminarjahr leistete er am Friedrichs-Gymnasium zu Kassel, das Probejahr an der hiesigen Oberrealschule ab, an der er sodann bis Ostern 1900 als wiss. Hilfslehrer tätig war. Am I. Mai 19000 wurde er an der Oberrealschule in Fulda als Oberlehrer angestellt. Am 1. Juli 1901 kehrte er an die Oberrealschule zu Wiesbaden zurück.
²) Heinrich Wallbott wurde am 2. Mai 1875 zu Garbenteich(Kreis Gießen) geboren. Von Ostern 1884 an besuchte er das Realgymnasium zu Gießen, an welchem er Ostern 1893 das Zeugnis der Reife erhielt. Darauf studierte er in Gießen Mathematik und Naturwissenschaften und bestand am I. März 1898 die Staatsprüfung für das höhere Lehramt. Auf Grund einer Dissertation: Die„Phasen- änderung des Lichtes bei der Reflexion an Quecksilber“ wurde er am I1. Januar 1890 zum Dr. phil. promoviert. Noch vor Ablauf des Seminarjahres am Gymnasium zu Gießen wurde er im Januar 1899 mit der Verwaltung einer Lehrerstelle am Gymnasium zu Mainz beauftragt. Das Probejahr leistete er dann von Ostern 1890 bis Ostern 1900 an dem Progymnasium und der Realschule in Bingen ab, wo er gleichzeitig eine Lehrerstelle für Mathematik und Physik am Rheinischen Technikum ver- waltete. In dieser Stellung blieb er noch weitere zwei Jahre, bis er Ostern 1902 eine Hilfslehrerstelle an der Oberrealschule in Wiesbaden übernahm. Am 1. Oktober 1902 wurde er als Oberlehrer angestellt.


