Aufsatz 
Die Körperlehre als Einleitung in den planimetrischen Unterricht an höheren Mädchenschulen
Entstehung
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I. Schulnachrichten.

1I. Kuratorium.

. Oberbürgermeister Dr. H. Gassner, späterhin Oberbürgermeister Dr. E. Göttelmann,

2. Dr. E. David, späterhin B. Adelung.

3. Geh. Kommerzienrat St. K. Michel.

4. N. Ph. Reis. 5 6 7

Vorsitzender.

. Direktor Dr. F. Roemheld. . Professor J. Schlenger. . Geh. Oberschulrat G. Weihrich.

Sitzungen fanden statt:

1. Am 29. Juni 1905.

2. 12. Dezember 3. 22. Dezember

4. 10. Februar 1906.

5. 14. Februar

2. Zur Geschichte der Schule.

Am 28. März 1905 fand die vorjährige Entlassungsprüfung der Seminaristinnen mit dem münd- lichen Examen ihren Abschluss; sämtliche junge Damen, im ganzen 10, haben die Prüfung bestanden.

Am 1. Mai wurde das neue Schuljahr, wie gewöhnlich, mit einer allgemeinen Konferenz eröffnet.

An Stelle des durch Allerhöchstes Dekret vom 25. März v. J. aus Gesundheitsrücksichten an die Augustinerschule zu Friedberg versetzten Oberlehrers Jakob Reuter trat zu Anfang des neuen Schul- jahres Herr Lehramtsassessor Dr. Walther Wimmenauer aus Giessen.

Dr. Walther Wimmenauer, geboren am 7. Januar 1879 zu Lich in Oberhessen, bestand im März 1897 am Gymnasium zu Giessen die Reifeprüfung. Darauf genügte er zunächst vom 1. April 1897 an seiner einjährigen Dienstpflicht im Infanterie-RegimentKaiser Wilhelm zu Giessen. Alsdann widmete er sich 9 Semester lang auf den Universitäten Berlin und Giessen vorwiegend dem Studium der germanischen Philologie und der Geschichte. Am 1. August 1902 bestand er zu Giessen die Prüfung für das höhere Lehramt. Nach einjährigem Besuche des pädagogischen Seminars zu Giessen wurde er nach einander zu Langen, Offenbach a. M. und Bingen vorübergehend im Schuldienst verwandt. Von Ostern 1904 bis Ostern 1905 war er am Giessener Gymnasium tätig. Am 1. Oktober 1904 erfolgte seine Beförderung zum Assessor. Die Doktorwürde erwarb er sich von der philosophischen Fakulät der Landesuniversität auf Grund einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Gebiete der Philosophie. Seine Ver- setzung an die Höhere Mädchenschule und das Lehrerinnenseminar zu Mainz erfolgte durch ministerielle Verfügung vom 12. April 1905.