Aufsatz 
Der Bau des südamerikanischen Festlandes südlich von 40° S
Entstehung
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von der MM SO- zur reinen OW-Richtung ein, und südlich von 48° ist diese die allein- herrschende(in den drei großen Quertälern des Chalia, Santa Cruz und Gallegos). Diese Quertäler sind oder besser waren z. T. von großen Flüssen eingenommen, unter denen der Santa Cruz der wasserreichste ist. Sie beginnen in der Regel mit einem dergroßen tektonischen Seen am O-Rande der Anden und durchziehen das ganze Land bis zum Atlantischen Ozean. Einige von ihnen werden nur von perio- dischen Flüssen durchflossen oder liegen gar ganz trocken und bezeichnen die alten Ausflüsse der früher viel größeren patagonischen Seen. So liegt heute z. B. das Tal von San jJulian trocken, da es sein Wasser an den nördlichen Nebenfluß des Santa Cruz abgegeben hat.

e) Wasserarmut und Oberflächenbedeckung des Innern.

Das Innere ist fast völlig wasserlos. Kleinere Flüsse und Bäche fehlen, und selbst viele von den größeren Flüssen, welche noch die von ihnen gebildeten Ero sionstäler benutzen, sind nur noch periodisch. Die Seen des inneren Patagoniens, welche nach Hatcher meist den Reliktenseen angehören, trocknen mehr und mehr ein und werden in nicht allzuferner Zeit völlig verschwunden sein.

Das patagonische Hochland, dessen Steilrand von W her wie ein Bergrücken erscheint, ist teils Steppe, teils völlige Wüste. Die typische Form dieses terrassen- förmig zum Atlantischen Ozean abgestuften Plateaus Pampas unterscheidet sich aber wesentlich von der eigentlichen Pampa im Wund SW des La Plata-Stromes. Auf weite Strecken erblickt man nichts als eintönige, wasserlose Flächen, die mit Geröll bedeckt sind. Die Vegetation der Plateaus, die größtenteils aus büschelförmig angeordneten Gräsern besteht, bietet in der glühenden Sommerhitze Patagoniens ein Strohfarbenes Aussehen und bildet dann einen schroffen Gegensatz zu dem saftigen Grün, das die Talsohlen der Quersenken bedeckt und zahlreiche Herden von Guanacos das Charaktertier Patagoniens anlockt. Oft erheben sich hohe Säulen von Basalttuff, besonders in der Nähe der Anden, aus der kahlen Umgebung. Be sonderes Interesse erregt auch ein 114 kg*) schwerer Meteoreisenstein, der in der Meseta del Senger zwischen Senger und Mayo unter ca. 45 20, S und 70° 300 W gefunden wurde.

*) F. P. Moreno, Notes préliminaires, p. 112.

Druckfehlerverzeichnis:

S. 7, 7. 22: Huequi,

S. 10, Z. 24: Boote

S. 14, Z. 33: herabreichen statt herabzieht

S. 15, Z. 11: meist statt nicht

S. 17, Z. 11: Querriegeln

S. 22, Z. 8: Die Klammer hinter Höhe fällt weg.