Aufsatz 
Der Bau des südamerikanischen Festlandes südlich von 40° S
Entstehung
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Sedimenten, die z. T. sehr scharf gefaltet sind. Zwischen Puelo und Chubut sind die hohen Gipfelpunkte alte vulkanische Kuppen, und ganz im 8 bildet Basalt einen wichtigen Bestandteil der Ketten. Ebenso sind es im NO des Carrenleufu ältere und jüngere vulkanische Felsen, welche die Berge im W des Teca bilden.

6. Die Übergangszone. a) Lage der Übergangszone.

Im O der vorgeschobenen Seitenketten hat die Erosion des Gletschereises durch Vorrücken und Zurückgehen ein ähnliches Relief geschaffen wie im östlichen Längstal. Wahrscheinlich haben auch sekundär tektonische Vorgänge mitgewirkt, eine Rinne zu schaffen, welche im allgemeinen das eigentliche Andensystem von dem östlichen Rücklande trennt. Sie beginnt im N mit einer Reihe meridionaler Täler, die jedoch nicht ein zusammenhängendes Tal entsprechend dem östlichen Längstale bilden. Dazu gehören das Chubut- und Leleque-Tal, das zwischen zwei Vor- kordilleren eingebettet liegt und ungefähr die Länge eines Breitegrades besitzt (41° 30 42⁰° 30)). Ferner gehört hierher die lange(über 1⁰°, 43 0 44° 30 8) Senke des Teca, Putrachoique und Cherque. Sie wird im O von der Tepuel-Kette und einer anderen Kette im O des Cherque-Tals, der Cordillera de Cherque, begrenzt. Nach S schließen dann die weiten Ebenen um den oberen Pico und Frias an. Hier, wie überhaupt an solchen Stellen, wo der Zusammenhang der Vorkordilleren unter- brochen ist, drängt die Übergangszone weit nach W vor und geht allmählich ins östliche Längstal über. Sie setzt sich dann weiter fort über die Quellgebiete bezw. Mittelläufe der Rios Apulen, Senger, Mayo und Fenix. Vom Lago Buenos Aires nach 8 begleitet sie die Vorkordillere im O und berührt die O-Enden der großen Seen Cochrane, San Martin, Viedma und Argentino, sowie Sarmiento uud Maravilla. Weiterhin zieht sie von etwa 51° 30 nach 80 zum Rio Gallegos, wo die Grenze zwischen dem Land mit patagonischem und solchem mit UÜbergangscharakter unter 71⁰ 45° wW liegt.

b) Die glazialen Ablagerungen.

Westlich von dieser Stelle treten Sümpfe und größere Wälder auf, die Seen sind tiefer als im Tafelland, und statt der tafelförmigen Berge zeigen sich gerundete Kuppen. Die höheren Berge sind hier teils aus jüngeren, gefalteten Schiefern, teils aus horizontalen oder leicht geneigten tertiären Felsen, mitunter auch aus Eruptivgesteinen gebildet. Sie sind meist von mäßiger Höhe. Oft nehmen die Berge der Übergangs- region den Charakter von Plateaus an, die von felsigen Cafons zerschnitten sind. Zwischen den Bergen existieren bisweilen ausgedehnte Flachländer, die von kleinen zum Pazifischen Ozean fließenden Flüssen durchflossen werden. Die UÜbergangszone ist meist aus glazialen Ablagerungen gebildet, oft bis zu großen Tiefen, und stellt sich als ein welliges Land dar, das von Reihen niedriger, gerundeter Hügel durch- zogen wird, den Endmoränen alter Gletscher. Die glazialen Hügel nehmen an Zahl nach S zu und treten besonders schön hervor in der Niederung zwischen der Sierra dle los Baguales und der Hochebene Latorre, sowie auch an den O-Enden der Lagos Maravilla, Sarmiento und Laguna Rica(SW-Arm des Lago Argentino), welche sie