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etatsmäßige ordentliche Lehrerſtelle gegründet und dieſe Herrn Johannes Reining übertragen. Als neuer Unterrichtsgegenſtand nahm man das Engliſche in den Lehrplan auf. 1841 wurde Oberconſiſtorialrath Dr. Wiß zum zweiten Commiſſar der Schule beſtellt. Als bald hiernach Domcapitular Hohmann ſeine Stelle als erſter Commiſſar niederlegte, wurde Seminardirector Siebert ſein Nachfolger. Dieſe Einrichtung, nach welcher die Anſtalt unter Aufſicht zweier Special⸗ commiſſare, einem katholiſchen(meiſt dem Stadtpfarrer) und einem evangeliſchen(dem erſten Pfarrer der Gemeinde) ſtand, dauerte bis zum Jahr 1866 fort. Die Functionen der Commiſſare waren im Allgemeinen die der jetzigen Local⸗Schulinſpectoren der Elementarſchulen.
Während der erſten Jahre begann der neue Lehrcurſus der Schule gegen Ende Juli, alſo mitten im Sommer. Zur Herſtellung eines engeren Anſchluſſes an die hieſigen Elementarſchulen, zu denen die Realſchule ihrer Beſtimmung gemäß die Fortſetzung bilden ſollte, und aus denen ſie ſich vorzugsweiſe recrutirte, verlegte man von 1843 an den Beginn des neuen Schuljahres auf Oſtern.
Durch allerhöchſtes Reſcript vom 20. Februar 1851 wurde der Unterzeichnete zum 3. ordent⸗ lichen Lehrer an der hieſigen Realſchule ernannt, die nun mit Beginn des neuen Schuljahres ſich zu einer dreiklaſſigen Anſtalt erweiterte. Zu den Aufnahmebedingungen gehörte fortan das zurückgelegte 12. Lebensjahr.
Nachdem bereits ſchon ein Jahr früher die Naturbeſchreibung in den Lehrplan aufgenommen worden war, fand endlich auch der Religionsunterricht, zunächſt jedoch nur für die katholiſchen Schüler der Anſtalt(für die evangeliſchen erſt 1856), in gebührender Würdigung ein Plätzchen darin.
Allgemeiner Lehrplan während des Schuljahres 1851,52.
Unterrichtsfächer. I. Kl. II. Kl. III. Kl.Ueberhaupt.
St St. St. St.
1. Religion(kathol.).... 2 2 2 6 2. Deutſch....... 4 4 4 12 3. Franzöſiſch..... 4 4 4 12 4. Engliſch........ 3 3— 6 5. Geographie...... 2 2 2 6 6. Arithmetik..... 4 4 2 10 7. Geometrie..... 2 2 2 6 8. Naturbeſchreibung... 2 2 2 6 9. Phyſik........ 2 2 2 6 10. Chemie....... 2—— 2 11. Zeichnen....... 2 4 4 10 12. Schreiben(Buchführung). 2 2 2 6 Wochenlectionen: 31 31 26 88
Bis zum Jahr 1854 wurden ſämmtliche Ausgaben der Schule aus deren Kaſſe, nämlich einer vom Staat gewährten jährlichen Subvention und einem Zuſchuſſe aus der Stadtkaſſe, beſtritten. Schulgeld war ſeither nicht erhoben worden. Für Anſchaffung von Büchern zur Benutzung von unbemittelten Schülern ſorgte in recht löblicher Weiſe die Commiſſion der hieſigen General⸗Armenkaſſe. Mit einer an Inſpector Gutberlet gerichteten Zuſchrift des Stadt⸗Vorſtandes, datirt vom 16. Auguſt 1854, trat hierin eine theilweiſe Aenderung ein. Der Beſchluß lautete:


