Aufsatz 
Die Reduktion der Meridiane und ihre Anwendung auf die Theorie des Faoucault'schen Pendelversuchs
Entstehung
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9.

Unter 450 ſelbſt findet man für den Maximalwerth tg s= œ◻ oder s= 900, d. h. bei 450 grenzen Oscillation und Rotation an einander. Es läßt ſich hieraus ſchon vermuthen, daß unter 450 eine Unſtetigkeit eintreten wird, und dies wird auf andere Weiſe beſtätigt. Die Geſchwindigkeit, mit welcher die Schwingungsebene nach 12 Stunden die Gleichgewichtslage paſſirt, hatten wir vorher be⸗ ſtimmt durch iin g.

cos 2 G

Daraus ergibt ſich in Uebereinſtimmung mit dem zuvor Geſagten, daß für Breiten über 450 dieſe Geſchwindigkeit poſitiv, unter 450 dagegen negativ, d. h. der urſprünglichen entgegengeſetzt gerichtet iſt. Bei 450 ſelbſt dagegen findet man

v Z

v=

Unter Berückſichtigung alles Gefundenen ſtellt ſich demnach die Erſcheinung bei 450 folgender⸗ maßen natürlich blos theoretiſch dar. Die Schwingungsebene verläßt die Gleichgewichtslage, dreht ſich mit immer abnehmender Geſchwindigkeit nach Oſten, bis der Ausſchlagswinkel= 900 wird, erreicht dieſe Elongation nach 12 Stunden, ſpringt dann plötzlich bis zu einem Ausſchlag 2700 über und durchläuft das letzte Viertel des Wegs in einer zur erſten ſymmetriſchen Weiſe.

Zum Schluſſe möge eine kleine Tabelle Platz finden, in der die Winkel, welche die reduzirten Meridiane mit dem Nullmeridiane bilden, für die Breite von Berlin 520 30) von 15 zu 15 Grad berechnet ſind. Für den Foucault'ſchen Verſuch bedeuten dann dieſelben Werthe die Winkel, welche die Ebene des ſchwingenden Pendels nach 1, 2, 3... Stunden mit der Anfangslage bildet.

t= 1A 24b 3b 4 b 5 b 6 b 82 94b 10* 114 12*

s= 11° 51 23 25 34° 31˙ 45 4: 55° 9 64 58 74 50 85° 21 97 34: 113 45 139⁰ 8 180⸗

·t 13 144 152u 16 b 17² 18 b 19 b 20 àb 214 225 23 b 24b

8 2 20 52 246° 15 262° 26 274° 39 ½285° 10 295° 2*304° 51/314 56 325° 29/3360 35%3480 9' 3600