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cken von Gott“ ꝛc., ſondern auch Albrecht von Haller und Fridrich Karl von Moſer ſchreiben jene leſtigen ck, ff und tz. In betziehung ouf ſ; ſſ und ß folgt Fiſchart der regel, daz er im ouzlout nach langen vocalen immer s, nach kur⸗ tzen ß ſetzt: ſas, ſpis, lis(ließ), gros, fus, gais, dagegen naß, nuß, biß, ſchaß, roß, gewiß; die pronomina haben s: es, mas, das, letzterez auch als conjunction.
Diſe Fiſchartſche orthographie iſt im gantzen ſer ainfach; ſie hat groze mengel, aber, namentlich der weniger befeſtigten norddeutſchen gegenüber, noch grözere vortzüge. Sie hette mode werden ſollen, um mich aines ouzdruckes tzu bedienen, der ſo lange ſeine geltung behelt, als ez ſich nicht um ſtrenggramma⸗ tiſche, von perſönlichem belieben unabhengige ſchreibung handelt. Die orthographie des Paul Meliſſus iſt ſpröder, ouzſchliezender, perſönlicher; ſie mutet dem ſchreiber noch mer als jene ſibenerlai e und viererlai a tzu und durfte ſich von vorn herein kaine hoffnung machen, mode tzu werden.
Ouzer diſen baiden mennern gibt ez kainen anderen gleichtzeitigen oder ſpe⸗ teren oberdeutſchen ſchriftſteller, der ſich der orthographie ſeiner haimat ange⸗ nommen hette, mit ouz dem ainfachen grunde, weil ez überhaupt mit der gan⸗ tzen oberdeutſchen orthographie, deren ſchon geferdete exiſtentz doch aigentlich jene verſuche eingab, bald ain ende nam. Damit, daz ſchon in der erſten helfte des XVII. jarhunderts die literatur iren ſitz in norddeutſchland befeſtigt hatte, war auch der vollſtendige ſig der norddeutſchen orthographie entſchiden, gantz oberdeutſchland kam unter ire botmezigkait. Aintzelne ſchriftſteller daſelbſt lazen noch hie und da feinere vocalunterſchaidungen durchblicken, wie in Moſcheroſchs Geſichten(Strazburg 1650) noch i und ie ouz ainander gehalten ſind: er ſchreibt vil, Glid, nider, diſer, ſihe, getriben, beſchriben, ligen und lieb, vier, be⸗ dienen, ſchlieſſen, biegen, liegen, in diſem punkt alſo aine rainere orthographie, als die Fiſchartiſche, aber ſonſt von der norddeutſchen wenig unterſchiden; der Simpliciſſimus(Mömpelgard 1669) folgt der letzteren ſchon gentzlich und nur aintzelne verlorene wörter erinnern an oberdeutſchland, wie Lainen, Waide, gieng, aber nicht anders als heut zu tage unſere haide, getraide, waitzen u. dgl.
Im XVII. jarhundert, als ſich der tiefe verfall aller tzucht und ſitte beſonders in
der entwirdigung der ſprache offenbarte, ſtozen wir in norddeutſchland ouch tzuerſt
ouf gelerte arbaiten über die ſprache ſelbſt, ouf grammatiken und orthographien, die den ouzdrücklichen zweck hatten, der ſprache ouftzuhelfen, ſie tzu ſammeln, ſie tzur beſinnung über ire urſprüngliche wirde und ir dermaliges verderben tzu bringen. Und ſo beginnt in den dreiziger jaren(Johann Werner, Altenburg


