Aufsatz 
Burchard II. von Halberstadt, der Führer der Sachsen in den Kriegen gegen Heinrich IV
Entstehung
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*1) Dergleichen hatten Burchard und seine Genossen einst den Sachsen als Grund ihres Unglückes einreden wollen, nach dem schweren Missgeschicke des Jahres 1075(Lumbert z. d. J.).

98) Erst weit spätere Nachrichten machen Eisleben zur Residenz Hermanns; vgl. v. Arnstedt, Stadt Eisleben, Zeitschr. d. Harzv. 1870 p. 523 f.

9⁰) Waltram bei Goldast, apologia p. 116.

¹100) Stumpf, Reichskanzler 3000. Jaffé, diplomata quadraginta 30. Leuckfeld, Ant. Halb. p. 684. Jaffé liest Hathislevo, Leuckfeld Bathislevo.

¹01) S. v. Mülverstedt, Hierographia Halberstadensis, Zeitschr. d. Harzvereins 1872 p. 27 f.

¹10) Stiftungs- und Dotationsurkunde bei Leuckfeld Ant. Halb. p. 685 87. Die Angabe des 1. Nov. 1083 bei v. Mülverstedt in der Hierogr. Halb.(Zeitschr. d. Harzv. 1870 p. 168) scheint auf einem Versehen zu beruhen; sonst hätte es wohl, da auf Leuckfeld verwiesen wird, einer Begründung dieser Abweichung bedurft. Es war übrigens ein Irrtum, wenn Niemann in seiner Geschichte Halberstadts p. 170 meinte, dass in dieser Urkunde zum ersten Male sich ein Halberstädter Bischofvon Gottes Gnaden genannt habe, wiewohl es für unsern Bischof bezeichnend genug sein würde; vgl. Schmidt, Urkundenb. v. Halb. I. 1. 2.

¹03) Bestätigungs- und Ausstattungsurkunden von 1085, 1086, 1087, aus denen eine lang vorausgegangene Arbeit am Ausbau des Klosters sich ergibt; Jacobs, Urkundenb. v. JIsenb. I. 5. 6. 7.

¹10¹) Bernold 1088.

¹105) Bernold 1084.

¹106) Sudendorf Reg. I. 18.

¹107) Jacobs, Urkundenb. v. Jlsenb. I. 5.

108) Sächs. Annalist und Magdeb. Annalen 1085.

¹109) Waltram bei Goldast, apologia p. 140; sächs. Annalist z. d. J.

110) Stumpf, Reichskanzler 2879.

111) Sächs. Annalist 1088.

112) Bei Goldast, apologia p. 140.

118) Waltram bei Goldast, apol. p. 149:nos ipsi(Burcardum) vidimus in castris, quae posuerant Saxones atque Thuringi ad locum Herosfeldiae, quando perrexerunt ad patrandum illud circa Wirtziburg magnae occisionis scelus.

¹⁴) Waltram bei Goldast p. 149 sagt, dass Burchard gegen Heinrich, den König und Kaiser, in 13 Kriegs- zügen ins Feld gerückt sei. Wenn die Angabe richtig ist und warum sollte er ohne triftigen Grund der Wahr- heit gerade hier eine bestimmte Zahl angegeben haben? so hat Burch. in der Tat bei keiner einzigen Kriegsun- ternehmung der Sachsen gegen Heinrich selber, sei sie Angriff oder Verteidigung gewesen, gefehlt; denn deren waren bis zu Burchards Tode genau dreizehn.

115) Dass bei der Anwesenheit so vieler Fürsten und ihres zahlreichen Gefolges der Aufruhr der Goslarer Bürger eine solche Ausdehnung aunehmen konnte und dass er sich ausschliesslich gegen den Halberstädter richtete, ist gewiss auffallend genug; vollten die Freunde Burchards, Hartwig von Magdeburg u. a., mit ihren Vasallen nicht im Stande gewe en sein, dem Wüten der Mörderschar Einholt zu tun, wenn es ihnen ernstlich darum zu tun ge- wesen wäre, ihren Gefährten und Führer zu retten? Wir können fast nicht umhin zu glauben, dass sie, wiewohl ein Einverständniss mit Ekbert ihnen nicht zugemutet werden kann(von dem übrigens Waltram auch ausdrücklich sagt, dass er Burchards Ermordung nicht direkt angestiftet, sondern nur gern habe geschehen lassen), doch sich nach Frieden sehnend, den ruhelosen Aufwiegler, den die schwersten eignen und fremden Leiden nicht bewegten, ohne Unwillen und allzu grosse Betrübniss vom Schauplatze abtreten sahen. Ja, Waltram scheint sogar auf einen Zwist Burchards mit seinen früheren Kampfgenossen hinweisen zu wollen, wenn er sagt:occisus est tandem a suis popularibus in quadam contentione, quae inter ipsos hostes vel ecclesiae vel reipublicae facta est.

116) Sichin crücestal zu Boden zu werfen, war eine bei inbrünstigen Gebeten beobachtete Sitte, wie es später z. B. auch von den Flagellanten erzühlt wird; vgl. Mære von Sente Annen v. 835, dazu die Anmerk. in der Ausg. von Bezzenberger.

¹1) Die eingehende Kenntniss von Burchards Tode und den denselben begleitenden Umständen verdanken wir einer von Burchards Neffen, dem Abt Herrand, aus unmittelbarster Anschauung wiedergegebenen Darstellung, einer zur Erbauung der Frommen und zur Ermutigung der Gläubigen wahrscheinlich gleich nach dem Ereigniss verfassten passio Burchardi, die uns Winnigstädt in seiner Halberstädter Chronik(bei Abel, Sammlung etlicher