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71) Lambert sagt z. J. 10-6, dass Robert noch mehr als die übrigen Vertrauten des Königs wildes und rauhes Sinnes war; es lässt dieser Ausdruck jedesfalls auf eine rücksichtslose Handlungsweise, wo es den Dienst des Kö- nigs galt, schliessen.
78) Bruno c. 110.
7⁹) Jaffé, Mon. Greg. III. 7.
8⁰) Jaffé Reg. 3730. Der Brief muss schon vor Ablauf des Jahres 1075 abgesandt sein, da sonst nicht Zeit gewesen sein würde, nach Empfang des Schreibens die Bischöfe aus allen Teilen des Reichs zum Konzil auf den 24. Jan. zusammenzurufen. Deshalb kann auch nicht der letzte Brief, den Gregor an Heinrich geschrieben hat— datiert vom 8. Jan. 1076— es sein, der den König zu dem gewagten Schritte der Absetzung des Papstes trieb.— Wie wir übrigens Brunos Worte c. 64:„vor den Boten des Königs war das Gerücht von dem Unglücke der Sachsen zum Papste gedrungen und hatte ihm den ganzen Verlauf der Dinge der Wahrheit gemäss mitgeteilt“ aufzufassen haben, ist unschwer zu erkennen.
81) Der an Gregor auf Grund der Konzilsbeschlüsse gesandte Absagebrief bei Leuckfeld Ant. Halb. p. 682— 84, fehlerfreier bei Pertz MG. LE. II. p. 44— 45.
8²) Jch glaube, dass, wie die Darstellung im Texte gegeben ist, sich die abweichenden Berichte Brunos und Lamberts am ungezwungensten vereinigen lassen, wenn man natürlich das, was bei letzterem nach fabulöser, frommer Ausschmückung klingt, ausser Augen setzt. Lambert lässt nicht, wie Sellin behauptet, den verabredeten Ort unbe- stimmt, sondern gibt als Vereinigungsplatz Ulrichs Schloss an der Donau an, Bruno ein wüstes Haus an dem Ufer des Flusses. Jch pflichte Sellin gern bei, dass das Messchalten als Mittel zur Rettung eine dem Mönche TLambert zusagende Beifügung ist, für die man diesen auch nicht verantwortlich zu machen braucht.
83) Vgl. Floto II. p. 92.
84) Pertz MG. SS. V. p. 561; wir haben keinen Grund, der Nachricht des Mainzer Inclusus zu misstrauen
85) Bruno c. 50; auch Wezels Antwort— ebendas. c. 51— scheint darauf hinzuweisen, dass Friedrich der Verschwörung nicht mehr angehört.
86) Bekanntlich schliesst Lambert seine Annalen ab mit der Wahl Rudolfs.
81) Bei Goldast, apologia p. 252— 256.
88) Todtenbuch von Huisburg, Zeitschr. des Harzvereins 1872 p. 130.
80) Schon 1020 war Hezil auf einer Gelehrtenschule, wahrscheinlich in Frankreich; vgl. Sudendorf Reg. III die ersten Briefe.
2⁰) So wendet sich an ihn sogar Erzbischof Liemar von Bremen um Rat und Unterstützung(Sudendorf Re 1. 5) und redet ihn„pater“ an; Ricbert von Verden, welcher mit Hezil befreundet war, nennt ihn(Sudendorf Reg. III. 24)„dulcissimus pater“;„tu enim senex es“, sagt er,„ego vero puer vel adolescens; non de annis loquor, pater, sed de moribus.“
91¹) Dass Hartwig ebenso wie sein Vorgünger von Burchard sich vollständig beherrschen liess, wie Sellin p. 19 behauptet, davon ist in Waltrams Darstellung, der wir die wichtigsten Nachrichten über diese Verhältnisse verdanken nichts zu erkennen; Hartwig steht vielmehr völlig selbständig neben Burchard, allerdings beide in innigem Verelne.
9²) Stumpf, Reichskanzler 2997. 3
93) JIm Huiwalde, nördlich von Halberstadt im Kreise Oschersleben gelegen. Die Entstehung des Klosters s. bei dem sächs. Annalisten 1070 und Chron. Huiesburg. bei Meibom. rer. Germ. II. p. 734 f.
¹4) Das Todtenbuch von Huisburg, das wir dem eifrigen und glücklichen Nachspüren Könneckes(jetzt Archiv- sekr. in Marburg) verdanken und das mehr als andere gleichartige Denkmäler allgemeines Interesse besitzt, ist veröffentlicht von Jacobs in der Zeitschr. d. Harzvereins 1872 p. 112 ff.; vgl. dazu das vom Herausgeber mit den lehrreichsten Spezialbemerkungen versehene alphabetische Verzeichniss ebendas. p. 265 ff., insbes. p. 328 f.
9⁵) c. 116. Bruno kann als ein getreuer Dolmetsch der Gesinnung der sächsischen Bischöfe gelten; war er doch in steter Begleitung derselben. Nach dem Tode Wezels, in dessen unmittelbarer Umgebung er als Mitglied der Magdeburger Domgeistlichkeit gelebt, schloss er sich an den Bischof Werner von Merseburg an, dem er seine Geschichte des Sachsenkrieges widmete.
96) Dass die bei Bruno erhaltenen, an Gregor gerichteten Briefe der Sachsen aus den bischöflichen Kanzleien hervorgegangen sind, darüber kann niemand zweifeln, der gelesen hat, wie in denselben stets für die Bischöfe und ihre Kirchen geeifert, wie das Unglück der aus ihren Bistümern vertriebenen ausgemalt, wie ausdrücklich von den päpstlichen Legaten als„unsern Brüdern und Mitbischöfen“ gesprochen wird; vgl. c. 114. 115. 110,


