Aufsatz 
Burchard II. von Halberstadt, der Führer der Sachsen in den Kriegen gegen Heinrich IV
Entstehung
Einzelbild herunterladen

. 49

37) Adam a. a. O.; Helmold I. 23. 24.

38) Augsburger Annalen zu diesem Jahre, Pertz MG. SS. III. p. 128; auffallend ist, dass weder Adam noch Helmold des glücklichen Zuges des Halbersädters mit einem Worte gedenken.

39) Dies Wort des gedankenreichen Gfrörers(II. p. 302) kann jeder, der auch nicht mit der Tendenz dieses Ifistorikers übereinstimmt, unbedenklich unterschreiben.

40) Adam(III. 36) berichtet von Adalberts Burgenbauten.

41) Bruno c. 118. 120. 125.

) Lambert 1057.

43) Lambert 1073.

4⁴) Bruno c. 36.

45) So ist die gewöhnliche Annahme; der Name ist in der Ueberlieferung entstellt. Alt-Haldensleben ist jetzt ein Dorf an der Ohre im Kreise Neu-Haldensleben.

46) II. 17. Burchard sucht die königliche Bestätigung einer Schenkung nach, die er an einen ihm befreundeten dominus B. gemacht hat. Woraus Sellin p. 7 ersehen hat, dass es sich um eine Belehnung des dom. B. mit zwei Gütern des Halberstädter Sprengels handelt, habe ich in den Worten des Briefes nicht finden können. Die Angabe der legendenreichen Jahrbücher von Pöhlde unter dem Jahre 1068:nach der Schlacht bei Negilsteden(gemeint ist Heinrichs Sieg über die Sachsen bei Hohenburg 9. Juni 1075) habe Heinrich den Bischof Bucco der Gefangen- schaft übergeben, um ihm zwei der besseren Festen abaunötigen hierher zu ziehn, scheint mir doch eine gar zu kühne Kombination zu sein.

¹¹) Hezil, der selber bis vor kurzem ein Anhänger und vertrauter Ratgeber Heinrichs gewesen war,(vgl. Su- dendorf Reg. III. 25), der noch bei der Erfurter Synode sich im Gefolge des Königs befand als einer der Bischöfe, welche Heinrichs Absichten betreffs der Thüringer Zehnten unterstützten(Lambert 1073), betrieb jetzt aufs eifrigste die Empörung.

48) Sudendorf Reg. II. 16: Hezil ersucht den Bischof Burch., sich in einer Privatangelegenheit bei dem Erzbischof Anno für ihn zu verwenden. Dass Burch. bei Anno in Köln sich befindet, geht aus der vorgetragenen Bitte selber hervor, sowie aus den Worten:nunc autem tui vivae voci causam meam agendam determinandam- que committo. Der Brief schliesst:iniunctis tot tibi negotiis te gravari vererer, nisi quod expertissima tui fides mihi testatur, te mecum eiusdem esse animi teque eidem, cui et ego, rerum subiacere eventui. Gerade der Schluss scheint auf ein wichtiges gemeinsames Unternehmen hinzudeuten, bei dem Burch. einen Hauptteil der Aufgabe übernommen hat. Jch möchte deshalb den Brief, den Sudendorf 1070 73 setzt, in die erste Hälfte des Jahres 1073 setzen. Ueber Annos nahe Beziehungen zu der Verschwörung haben wir mehrere untrügliche Zeug- nisse. Abgesehn davon dass Adam(III. 33) erklärt:in allen Verschwörungen, die seiner Zeit angestiftet wurden, war er beständig der Mittelsmann, wissen die Annalen des Klosters Disibodenberg(Böhmer, Fontes rer. Germ. III. p. 189) rühmend zu erwühnen, wie standhaft derprinceps et signifer iustitiae mit Burch. und anderen gegen den Schismatiker Heinrich sich widersetzte. Noch bestimmtere Auskunft gibt eine Notiz Lamberts z. J. 1075: Anno habe einst(es ist durchaus nicht gesagt, dass dies i. J. 1075 selber geschehen sei) durch einen Boten, dessen Zu- verlässigkeit er sicher zu sein glaubte, einen Brief an seinen von Widerwärtigkeiten umdrüngten Neffen Burch. ge- schickt; der Bote aber, misstrauisch gemacht durch das ihm aufs strengste anempfohlene Geheimniss, habe den Brief an den König überliefert, der darin ein ausdrückliches Zeugniss von Annos Treubuch in die Hände bekam.

49) Sudendorf Reg. III. 27:cum tuo honore salvo et, ut verum fatear, non sine magna tui utilitate, de qua ego aeque ut tu gaudere debeo revera et gaudeo, possis venire et nobiscum de divinis legere, legendo pro- ficere, cur haec differri? Tibi non videtur utile; videris autem indignum te facere, qui fere omnium omnino oculos in te coniectos debes existimare, prae omnibus et in omnibus, qui sis quidve tibi conveniat, inspicere. Burch. wird in diesem Briefe von Hezil consanguineus angeredet.

50) Sudendorf Reg. III. 26: Hezil von Hildesheim ladet, wie es scheint, in Burchards Auftrage(vgl. ep. 27: me autem benevole quod iussiste accepissi, hinc probabis, quia parui) den Grafen Otto von Nordheim zu einer Zusammenkunft ein, wobei er auf Burchards Autorität das gröste Gewicht legt:Socius noster B. bene tibi vult, benigne de te p romittit(soweit reichte Burchards Macht, dass er Belohnungen in Aussicht stellen konnte vgl. Sellin p. 9); tu fac cogites, si fide vel promissis eum tibi obligasti; quod si factum per te confringitur aut minus ratum redditur, indignum facis te, nobilitati tuae vim diceris inferre. Cave facias. Ego et Hermannus, socii sui, tui, si veneris, futuri, nost am tibi devotam promittimus operam.

*¹) Bei Goldast, apologia p. 148.