xal νς τον 5aAe Sioy oyosth. Osorlap roobn mraön 686» 20S5 Tay, o5ot HyO 7e dere 1„εε(αμι mDDύe& v, na ar!.)
So hat Isokrates wohl das Tugendideal, die Forderung strenger Sittlichkeit, obgleich er sie verflacht, aus der sokratischen Ethik her- übergenommen, sucht wie Sokrates das Volk zu bilden und seine sitt- lichen Verhältnisse aufzuklären. Während aber Sokrates in der Voraus- setzung, dass alle Menschen nach Glückseligkeit streben, ihnen dieselbe in der durch Kenntnis sich vollendenden Tugend zeigte, die allein ein harmonisch befriedigtes Leben gewähre, so entbehrt dagegen bei Isokrates der Tugendbegriff trotz der scheinbaren Einheit von Wissen und Thun dennoch der Grundlage einer würdigen Selbsterkenntnis und ist nach Sauppe’s Ausspruch mehr auf äußerlichen Anstand als auf Reinheit des Denkens gerichtet. Mit der ihm eigenthümlichen Besonnenheit und Klar- heit hatte Sokrates dem Erkenntnisvermögen einen neuen Aufschwung gegeben, das subjective Denken aber nur in Bezug auf das Ethische gelten lassen; wie das Leben, so das Denken; wie das Denken, so das Handeln, war sein Spruch.
Bei Isokrates hingegen muss das ed ꝓρ2ρονενν, das verstandesmäßige Denken vor allen auf das Nützliche gerichtet sein. In seiner Rede an Demonikos cap. 4. sagt er:«dvyt- y Oo TOy Tspt roy Bioy, Bd- Nra d T)v 2 vt? oxst. ME roy 12 y XaiOe vO 15 3y 2y ob ar— Nach dieser Stelle also dürfen die philosophischen Wissenschaften nicht um ihrer selbst willen getrieben werden; ebenso sollen wir nach der Gerechtigkeit weniger aus sittlicher Einsicht, als aus einem gewissen Gefühl von Billigkeit und aus Nützlichkeitsrücksichten trachten.(Toοεmν τρευν αοσ☚σm, 5300 CA Hy LOyCaAs 6vOy Grsket, 7 d aA sXer’A, d8A apaosbdesr.)
Gégen die Lehre des Sokrates, dass die Tugend eins, und dass sie lehrbar sei, erklärt er sich offen zu Anfang der Lobrede auf Helena, wo er unter denen,— die da ausführten, Tapferkeit und Weisheit und Gerechtigkeit sei ein und dasselbe, und wir besitzen nichts davon von Natur, es gebe aber nur«eines Wissenschaft von diesem allen— die Sokratiker meint.
Ebenso bestreitet er, dass die Gerechtigkeit gelehrt werden könne. (Kal pidelc 0lss s kety, Ʒ derdοοp] dio cap. 11. der Rede gegen die Sophisten.)—
Auf Beweisführungen oder positive Gegengründe lässt sich Isokrates nicht ein, da er einerseits für höhere Philosophie zu unempfänglich, andererseits in seinem Streben nach praktisch-wissenschaftlichen Kennt- nissen, die ihm die wahre Weisheit, von der er(οοςσ μvtαον cap. 4.) sagt:«XOꝓHla A Lv, nro, 3avoy vermitteln können, gänz-


