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Endung einzelner Wörter und ganzer Satzglieder) und anderen Figuren geschmückt, die in künstlichen Reden hervorleuchten und die Zuhörer nöthigen, ihren Beifall durch Geste und Geräusch auszudrücken— jetzt, bei seinen vierundneunzig Jahren, glaube er nicht, dass eine solche Redeweise für ihn sich noch zieme; er wolle darum sprechen, wie alle meinten reden zu können, wenn sie es wollten, aber doch keiner es vermöge, der nicht den gehörigen Fleiß und Eifer auf die Redekunst verwendet hätte.“(Panathen. cap. 1.)
Es scheint nach solchen Aeußerungen Isokrates in nicht geringem Grade bei seinen Reden zunächst den Beifall in den Rhetorenschulen und den Triumph seiner Kunst über alle seine Rivalen im Auge zu haben.—
Die Behandlung der Sprache, und mittelst dieser jedem Gegen- stande eine gefällige Form abzugewinnen, ist jedenfalls des Isokrates eigentliche Lebensaufgabe geworden; es war die zur Zeit seiner Jugend schon vielfach ausgearbeitete Rhetorik, die auch ihn begeisterte und mit
sich fortriss. Dadurch aber, dass Isokrates,— den Ruhnken nicht ganz mit Unrecht einen Sophisten, wenn auch nicht mit der schlimmen Nebenbedeutung des Wortes nennt,— selbst in seinen großen panegy-
rischen Reden über der Wichtigkeit des Stoffes in fast ängstlicher Weise seinen Ruhm als Redner zu wahren nicht vergisst, sondern oft, das rhetorische Element hervorkehrt, so dass der Gegenstand seiner Reden mehr in den Hintergrund tritt, machen eben diese Reden auf den Leser den Eindruck, dass sie nicht weniger in die Classe der sophistischen Schulberedsamkeit gehören, als das Lob der Helena und des Busiris, welche Reden Isokrates ganz nach dem Muster der Sophisten verfasst hat, die für ihre Lob- und Tadelreden gern mythische Personen zum Gegenstande nahmen.
In dem«Enkomion der Helenav tadelt er einen anderen Rhetor, dass er bei dem Vorsatze eine Lobrede zu schreiben, bloß eine Apologie der vielbescholtenen Heroine verfasst habe. Im Busiris» zeigt er dem Sophisten Polykrates, wie er eine Lobrede auf diesen barbarischen Ty- rannen anzulegen gehabt hätte, und weist ihn dabei gelegentlich auch über die von ihm geschriebene Anklage des Sokrates zurecht. Der che- malige Zögling des Sokrates weiß an diesem sophistischen Angriffe auf den edlen Freund seiner Jugend nichts zu tadeln, als dass Polykrates dem Sokrates den Alkibiades zum Zögling gegeben habe, von dessen Erziehung durch Sokrates niemand etwas bemerkt habe; dies würde nämlich nach des Isokrates Meinung mehr zur Erhebung als zur Herab- setzung des Sokrates beitragen, da sich Alkibiades doch so sehr hervor- gethan habe.(Busir. cap. 2. Loνρ⁴⁴αοοο œxεοοεμν ειέκας,
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