Aufsatz 
Apostelgeschichte XXVII in's Deutsche übersetzt
Entstehung
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Osten offen seyn, da doch gerade dieser Lage wegen der sonst gute Hafen Kaloi autves zum Ueber- wintern nicht geeignet war. Denn in dieser Jahreszeit herrschen im cretischen Meere gefährliche Südwinde, während die Seeströmung von Norden nach Süden geht. Höck a. a. 0. I p. 442.

Vs. 14 zar' αrss. Man ergänzt gewöhnlich hier ios, auch Winer nimmt hier diese Ellipse an. Gramm. p. 171 und p. 457 5te Aufl. Es folgt aber gleich darauf loloun. Ohne eine Ergänzung müsste man das Pronomen entweder auf das vorhergehende ονέαινα beziehen; das wäre aber doch zu kühn gesagt für so schlichte Erzählung, wie die vorliegende ist:Der Sturmwind stürzte sich gegen den von den Meisten gefassten Vorsatz. Oder man bezieht es, offenbar am besten, mit de Wette auf das zuletzt gesetzte Koiryy. Denn wollte man zur, ris als adverbialen Ausdruck von einer Richtung, Stelle, u. s. W. mit le τιν,&&&rεραςν,*ε,? ruαertds, dg* 17 0 u. s. W.(Lamb. Bos. Ellips. p. 563 ed. Schaef. Krüger Gramm.§. 43, 3) vergleichen, so fehlt doch ein ganz gleiches Bei- spiel, und das Sprüchwort ofw ert ri² i*ς dguet(Dem. Cor.§. 281) enthält seine Ergänzung(Gννυοιασ£ς· in d0ι..

K Ebend. 2 6 ist die gewöhnliche Lesart, auch corr B hat dieselbe. Aber A und pr B haben erοαeν. Daher fliessen bei anderen andere Versehen. Der Lesart der beiden ältesten Hand- schriften entspricht Euro-Aquilo der Vulgata und des Cassiod. Die Richtung dieses Windes(Nordost) verträgt sich damit, dass das nach Phönix fahrende Schiff auf Clauda zu getrieben wird. Auch die Zusammensetzung des Wortes wäre so wenig ein Hinderniss als Eiodvoros u. A. Beide Lesarten sind dia deyöuen«. Denn die vielen von Berghaus Gesch. der Schiff. Th. I S. 279 angeführten Stellen haben alle nicht Eoozludor, sondern nur EFios u. dgl., wie Berghaus p. 627 selbst berichtigt. Etym. M. p. 772, 31 bestätigt die gewöhnliche Lesart, obschon es eiσαννννν hat. Unter diesen Umständen habe ich mich um so mehr bewogen gefunden erονν beizubehalten, als der Oststurm auch von andern Schriftstellern als Wogen erregend geschildert wird. Virg. Georg. II vs. 107. ibiq. intrr. Auch wäre der Nordostwind kein besonders auffallender Name, wie doch der Beisatz alouueros(der sogenannte) andeutet. Die andern Winde werden ja auch nur einfach mit ihrem Namen der Windrose in diesem Capitel bezeichnet. Mir scheint die Entstehung der Lesart Eiouzllor aus der Aehnlichkeit der Buch- staben in der Uncialschrift hinlänglich erklärbar.

Vs. 17 ⁵εle«ς o NrrooνTe r Moroy. Ueber diese Worte hat man bisher viel gerathen, das beste, was man finden konnte, war an die von den Soldaten geleistete Hülfe zu denken, welche mit auf dem Schiffe waren, oder andere Wörter hinzuzusetzen.Dieses(Boot) zogen sie heran, und alle Hilfsmittel anwendend, oder, wandten Hilfsmittel an und umbanden das Schiff[mit Tauen] So de Wette. Allein wesentliche Begriffe können nicht ausgelassen seyn und Sordeut wird wohl von Soldaten gesagt, welche in der Eile zusammengerafft werden, milites tumultuarii(s. zu Liban. Argum. ad Dem. Phil. I), aber auch nur von solchen, am wenigsten von einer so geordneten Heeres- abtheilung wie eine römische Centurie ist, die auf diesem Schiffe war. Seitdem(vor zehn Jahren) die Urkunden des attischen Seewesens ausgegraben und bekannt worden sind, wissen wir klar und bestimmt, dass den Schiffen, welche in das adriatische Meer segelten, eigene imπτοαᷣι, Gurten(breite starke Taue) als Schutz(oννιιμα) gegen Stürme bei den Klippen in jenem Meere mitgegeben wurden, welche in ungefähr waagerechter Richtung vom Vordertheil bis zum Hintertheil rund um das Schiff liefen. S. Böckh. Urkunden p. 133 ff. Das Anlegen dieser Gurten hiess frτooνωνirca. Polyb. XXVII, 2, 3. De Wette fehlte schon darin, dass er das Participium und das Verbum finitum umdrehte. Es ist vielmehr, wie er auch später die Uebersetzung berichtigte, im Participium die Erklärung enthalten, worin das allgemein ausgedrückte Sonticas ero νo bestand. Noch 1841(im Commentar) schwankt de Wette über Sinn und Construction dieser Stelle, obgleich schon Kypke nahe daran war das Rechte zu sehn, wenn er sehr passend Stob. Tit. 3 p. 42§. 67 anführt: dem ot ν ει⁴eει leovree ² a e e eiuder ouεν 4rινιαά OfTo t er uενπρα ꝰνοννέσ zu d Moον αμἀuetur rouuεderuor SorOr uar«. Ohne Sinn aber ist Luthers Uebersetzung:Den(Kahn) huben wir auf und brauchten der Hülfe und banden ihn unten an das Schiff. Wenn man sich blos von dem Scheine der Etymologie leiten liesse, könnte man die Opifera des Isidorus(XIX, 4, 6) für die Sondeie halten. Allein jenes Wort ist wohl aus dem Griechi- schen tmτéo entstanden, mit welchem es gleichbedeutend ist= Brassen, Taue um die Raaen waagerecht zu bewegen.

Ebend.*.2 5 rr. Neue Ausleger wollenDie Sandbänke bei der Insel verstehn. Es wäre mir sehr lieb, wenn man mirdie bekannte Sandbank bei der Insel Clauda oder Claudus(60220) nachweisen könnte. Eine bekannte aber muss es seyn, sonst verstebe ich den Artikel nicht. Da passte nun allerdings eine Stelle des Aristoteles(Polit. VIII c. 10(9)§. 3) vortrefflich, wo er rνπν νμαμαοeνν ügri an der Ostküste von Unteritalien im jonischen Meere nennt. Allein Heyne hat(Opuscc. Vol. II p. 211 und p. 235) durch seine Zusammenstellung die Nothwendigkeit Nouν zu schreiben zur Gewiss- heit gemacht. Bekker hätte hier dem Schneiderschen Texte folgen können. Es bleibt also nur übrig an die grosse Syrte vor Cyrenaika zu denken Malta gegenüber, welche auch alle ältere Ausleger ver- stehn. Wie leicht man aus dem tuscischen und sicilischen Meere in diese Syrte gerathen konnte, zeigt schon Dionys. Per. vs. 198.