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sonst widerspricht. Thuc. I, 18: Ern ydo eoτ ⁶μααςᷣα εοασνααςσα uœ‿ dν eic, denn es sind gerade 400 und noch etliche Jahre. VII, 80: rο*αάςσ μἀτιςαεα νάα mò λέον, gerade die Hälfte und noch etwas mehr.
Allein, wird man einwenden, es stehen dieser Auffassung des udιααα bei Zahlen doch so viele Stellen entgegen, in welchen offenbar die Genauigkeit der Angaben nicht berücksichtigt werden darf, sodann widersprechen auch die häufigen Zusätze xHı, xας, rou, meol, eic. Darauf könnten wir antworten: Eben weil udůοα bei Zahlen eigentlich genau heisst, so setzte man da, wo die Genauigkeit nicht so verbürgt werden konnte, noch eine mildernde Partikel hinzu. Besonders thut dies Herodot. S. Wessel. zu VIII, 65. Schweigh. Lex. s. v.— Plat. Tim. p. 21 B: G ½₰νε Ʒpde nn vrxora rν, 2„ d I ⁴νλςαα denéene.— Aber auch Thucydides verbindet αHιινα mit Präpositionen der unge- fähren Zahlbestimmung. III 20: ε& 0 ⅜eν6μαφας oϑμαά‿μααασονς ν⸗siενοσ μ⁴σνια ενκέιαμειναάν— IV, 8: al μενεεοο εν πεαιννε˙εεαάòεᷣνα σταεεοω μοᷣ— VII, 30, 3: dεεσμe—- 2 2iuoοα νμά⁴νμμμσεασ inaéae re nc oͤliræg 5o0ĩ, sie tödteten gewiss gegen 20 Reiter und Schwerbewaffnete zusammen.— Eb. 32: d,4εσ⁵έασν εςσ νταακαοσαονςα μἀeνα α rods εσmσερι—? drrae.— Vgl. Plat. Parmen. p. 127 B: Haæouενν— εο*ν εν μαριαᷣα αeʒxre aεεέννοωννε⁴α, ZLroα yyde r rerraοdæowra röre elyatõ.— Crit. p. 112 E: eν Ʒϑο‿ μἀνμςαα ντννες ⁴μυιιιι⁴dα.— Arrhian. Exp. V, 19: dnο rrs anxsis ueνα. Aehnlich sind die in der Volkssprache geläufigen Aus- drücke Gxνεeν½ꝙτπ‧õ, G/⁄εν eppug, G½(ε½% eis, Gεe τεεο, σemeανν να, eie diαοxloug ride etc. S. Poppo zu Xenoph. Cyrop. II, 1, 6.
Es wird nemlich dies uduαα oratorisch gebraucht, wie unser Gewiss, Als, wenn etwas nicht gewiss ist. So Er kommt gewiss noch bis übermorgen.(Vgl. Dionys. H. A. R. VI, 5 p. 1047 R: oσνν ei εειααν τοντην μeeα). Es sind als acht Meilen von hier(d. h. es können wohl acht Meilen seyn). Es sind gewiss 10000 Men- schen da gewesen.(udlaæ τοαεο Homer. passim).— Bei weitem auffallender ist ja der auch nicht viel erörterte Gebrauch von 6¼οα, wenn die Zahl nicht voll ist. So sagt Demosthenes f. leg.§. 57 roeis uνας doue drei volle Monate lang, von nur 70 Tagen. Wenn diesen Gebrauch Taylor gewusst hätte, würde er sich seine weitgreifenden Con- jecturen und weitläuftigen Rechnungen erspart haben. Eben so in derselben Rede§. 155: 5 ⁴μ⁴ο πινννOχωνν εμαά, fast ganze 50 Tage lang. Wo schon das dαν Zeigt, dass nicht die volle Zahl gemeint ist. Vgl. Dem. Onet. II,§. 14 6⁷¼Q*= greoh desa vom nicht vollendeten ret dendroe. Eben so 1νν⅔ π&roν dναςατα, Toi dννe Dem. Aphob. I, §. 17. u.§. 39. Denn so scheint mir da interpungirt werden zu müssen. Vgl. Vormund- schaftsrechnung des Demosth. im Rhein. Museum 1844 p. 441 u. 444. Sogar leꝝν wird oratorisch von einer kleinern Summe als die dabeistehende gebraucht. Dem. Aphob. I, §. 59: l.εον roοπd:ik, wo an LZins von Zins für 14 Talente nicht zu denken ist, um das dreifache herauszukriegen, sondern es sind nur 30 Talente gemeint, während buchstäblich verstanden die dreifache Summe von 14 Talenten 42 betragen hätte. Es ist wie mit dem lat. Admodum, welches eigentlich Genau nach dem Mass bedeu- tet, und doch auch annäherungsweise gebraucht wird. S. intrr. ad Caes. B. G. V, 40: „Turres admodum CXX excitantur incredibili celeritate.“ Dies alles wird genug Analogie für das oratorische udbhita seyn, welches demnach je nach der Absicht des Zusammen-


