34 kriembilt die königin.
beiden darstellungen zusatz sei. auch ist das fremdwort voget nicht gecignet, uns in der mei- nung, dasz die strophe alt sei, zu bestärken.
Auch Kriemhilt hat zwei alliterierende bezeichnungen: küniginne und vrou Uoten kint. die letzte komt nur in einer strophe vor, welche wir bereits oben petrachtet haben 648. dort scheint als dritter stab koeme hinzuzutreten und da eine alliteration vorhergeht, die zusam- menstellung alt zu sein.— küniginne heiszt Rriemhilt zweimal. 132. 552.— 152 steht mitten in einer, gewis nicht altepischen schilderung, die Lachmann, sicher mit recht, ausscheidet, s0 dasz wir der alliteration nicht vil gewicht beimeszen werden, die auch villeicht deshalb auffallen könte, dasz Rriemhild, das junge mädchen, königin genant wird. wäre disz villeicht aus 532 genommen? dort passt der titel in Sigfrids munde weit beszer und die strophe scheint auszerdem spuren der alliteration zu haben. die erste zeile mit den beiden namen haben wir schon oben erwänt. villeicht wäre die dritte und sibente kurzzeile zusammenzustellen:
gist du mir din swester so gere ich nicht lnes die vierte und achte kurzzeile könte der reim herbeigefürt haben, doch könte auch in der vier- ten der zweite stab zu der dritten gelegen haben und lônes zu lobe in 555. 1. alliterieren.
Schon oben ist erwänt, dasz Bloedelin im Nibelungenliede Etzeln bruoder alliterierend geuannt wird. disz komt zweimal vor 1286 und 1291.— in str. 1286 könte das zusammen- treffen des namens und seiner apposition alt sein, da die strophe auch sonst spuren der alli- teration zeigt. ieh möchte si nicht unbedingt mit Lachmann für neuer halten. wenn so vile helden erwänt sind, so solte doch Etzeln bruoder iedenfals erwänt sein und er hat durch seine verwandtschaft ein recht darauf bei der ersten begrüszung Rriemhilds zugegen zu sein. zwar springt allerdings beide male, wo er erwänt wird, der sin aus einer in die andere strophe, was Lachmann wol mit recht als ein kennzeichen zugesetzter strophen angibt und es wird sich also nicht sicher entscheiden laszen, ob Bloedelins name, namentlich an der zweiten stelle echt ist. aber villeicht lieszensich doch an der ersten stelle zwei alliterierende gesetze zusam- menstellen:
dô kom der hèerre Bloedel des Etzeln DPruoder
üzer Hiunen lant. der kom vil herliche.
da er die Küniginne vant.(dô Kom der künic Etzel) die dreitausend in der vierten kurzzeile könten übertreibung spätern volksgesangs sein. wäre dise alliteration alt, so würde demnach auch die zusammenstellung des namens mit seiner apposition alt sein. ebenso liesze sich villeicht 1291. 4. mit 1292. 1. zerbinden:
des Küneges bruoder Bloedelin den hiez si Küssen Rüedeger dan würde aber die zusammenstellung Bloedelin und bruoder die alliteration nicht tragen, demnach sich auch nicht entscheiden laszen, ob si an diser stelle alt sei.
Es läszt sich wol noch hierherziehn dasz Sigfrid von seinem vater Sigmund Sifrid der sun


