Aufsatz 
Reste der Alliteration im Nibelungenliede / von O. Vilmar
Entstehung
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30 her Hagene.

cielle angabe, dasz Gunther gefragt habe, der algemeinen, dasz Hagen gefragt worden sei, vorzuziehn sein. es wird sich da eben wie so oft nichts sicheres entscheiden laszen: mögli- cherweise könte auch beides nebeneinander bestehn. die alliteration aber entscheidet, wie mir scheint für dise strophe. denn faszen wir mit einer einfachen umstellung sach und sweben palde und bluot zusammen, so hätten wir zwei alliterierende gesetze:

Do der künic Gunther ersach sweben in dem schiffe

daz heize Plout balde er sprach zu dem nun folgenden namen felt ein stab. wäre die oben gegebene zusammenstellung rich- tig, so könte er verwischt sein(villeicht war die rede länger und heiz war diser stab) gerade wie der dritte stab zu der achten kurzzeile. str. 1725 ist das gesetz volständig, mit einer hülfsalliteration:

nu saget her Hagene wer hat nach iu gesant? der antwort nach braucht nicht vil mer in der frage gestanden zu haben. die strophe enthält auch keine deutlichen spuren der alliteration, mit ausname etwa der letzten zeile. auch str. 1901 ist das zusammentreffen wol alt weil die strophe noch einen dritten stab und eine hülfs- alliteration, deren wir oben schon erwähnten, bietet und auszerdem nicht allein die strophe, sondern auch wie wir gleichfals früher schon gesehen haben die unmittelbar vorhergehenden evidente spuren der alliteration an sich tragen. zur verbindung mit dem vorausgehenden be- trachten wir erst str. 1900. die erste zeile hat keine erkennbare alliteration. dann aber ist si leicht zu sehen.

Hagne gahen dar began er sluoc im ùf der gigen

in sime Zorne abe die zeswen hant

daz habe dir ze boteschefte in der Burgonden lant.

s6 Wéè mir miner hende sprach Wärbel sn

her Hagene von Tronije waz han ich iu getaän.

ich Kom üf grôze triwe(in iuwer herren lant) wie Kklenke ich nu die doene?

ob die sechste kurzzeile etwa durch den reim entstanden ist aus einem kürzern ausdruck

(zu iu) oder ob si ein besonderes gesetz bildete musz unentschiden bleiben, ebenso mag für ietzt die frage beruhen ob die achte kurzzeile zu 1902. 1. alliteriert. ob 1916 die zusam- menstellung her Hagene alt ist, läszt sich nicht entscheiden, da die alliteration nicht auf disen worten sonderu auf videlaere und vriunt zu ruhen scheint. man müste denn annemen die si- bente kurzzeile enthalte die andere hälfte des gesetzes und habe die rede eröffnet. doch mag wol zu diser alliteration der dritte stab ausgefallen sein und die rede war länger. auszerdem aber laszen sich drei alliterierende gesetze zusammenstellen:

der küene videlaere[h] rief: vriunt her Hagene

der Sal ist wol beslozzen ja ist also verschrenket