Aufsatz 
Reste der Alliteration im Nibelungenliede / von O. Vilmar
Entstehung
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Hagne der helt. 29

da die strophe und die folgende auch sonst spuren der alliteration haben. die erste kurzzeile liesze sich, wenn man 1897. 4. aufgeben wolte, mit 1897. 5. verbinden kint mit kuniges, doch ist es ebensogut möglich, eine vocalische alliteration mit der achten kurzzeile von 1897 anzunemen, weil in derselhen zwei wichtige worte mit vocalen anfangen(aller, erste, Ortlieben) dann aber folgt ein volständiges alliterierendes gesetz, das sogar eine hülfsalliteration hat:

Hagen der helt guot daz im gein der hende das folgende gesetz ist verwischt. dann folgen aber drei mit zwei stäben:

daz houpt spranc in die schoz. huop sich unter degenen

ein mort vil grimme(unde grôz). er sluoc dem meizogen

einen Swinden swertes slac mit beiden sinen henden.

die folgende zeile hat keine spur der alliteration, ebensowenig die vierte, die übrigens zu entberen ist.

Hagene heiszt öfters her, wider alliterierend. er wird selbst von seinen herren so genant. bei der stellung, welche er als ir man einnimt, musz disz auffallen und es beruht wol auf äl- terer tradition, wie si im Waltharius erscheint. war Hagen geisel, wie das lied von Walther vom Wasgenstein erzält, so war er villeicht nicht der son eines lehnsmanns, sondern ein- nigsson. ursprünglich scheint der zusatz her iedenfalls, denn er komt in volständigen alliterie- renden gesetzen und in alliterierender umgebung vor. wir finden her bei Hagens namen (856.)(1485.) 1507. 1725. 1901. 1916. 1989. 2055. 2279. ob str. 856 die zusammen- stellung alt ist(Lachmann list er) läszt sich nicht entscheiden, da ein dritter stab felt. villeicht wäre die zeile mit 8355. 4. zu verbinden und dann würde ein zweiter stab unnötig sein. die übrige strophe scheint die alte form fast ungeändert beibehalten zu haben:

(des wil ich*) höhes muotes sin) lieber vriunt, er Hagene

gedenk et an daz daz ich iu gerne diene

und noch nie wart gehaz. des làz mich geniezen

an minem lieben man der dritte stab zu der letzten zeile könte in der vierten zeile enthalten gewesen und für uns nicht mer erkennbar sein. auch 1485 ist er handschriftlich begründet und die alliteration scheint auch nicht am namen zu hangen sondern, wie es scheint, an bitet und baz:

nu bitet noch, er Hagene, vernemet baz diu maere.

die übrige strophe hat keine spur der alliteration, wenn man nicht in der ersten zeile eine vocalische alliteration zwischen ungemuot und eine, welches die hauptworte sind, annemen wollte. 1507 felt ein dritter stab. Lachman hat die strophe verworfen, weil Gunther Hagen mit ir anrede und weil si 1506 widerhole. aber 1506. 1. hängt genau zusammen mit 1505. 4. wäre also 1505 später zugesetzt so würde wol ein gleiches für 1306 folgen und die spe-

*) bin ich liesze sich vermuten, um die zeile nicht alzulang zu laszen.