Aufsatz 
Reste der Alliteration im Nibelungenliede / von O. Vilmar
Entstehung
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Gunther, Gernot.. 13

mit gewalte nieman erwerben mace die maget) wie denn auch nur auf dise strophe Sigfrid antwortet. ferner fält auf das doppelte: sprach der fürste Sigemunt 57. 1. und sdô sprach der künie Sigemunt 58. 2, das uns auf zwei bestand- teile der rede Sigmunds schlieszen läszt. in 57. 1. alliteriert der name Sigmund nicht, in 58. 2. aber alliteriert er mit dem, freilich im reim stehenden gesaget:

s0 sprach der künie Sigemunt daz ist mir wol gesaget welcher alliteration ich deshalb nur gewicht beilegen möchte, weil(vgl. str. 45. 1159) die for- mel: dasz ist mir wol gesaget, volksmäszig scheint. aus disen worten könte villeicht erst die vierte zeile von 57, in der die beiden namen stehn, entstanden sein. str. 287 könten beide namen, wenn die anrede mit dem namen began, mit einander in einem gesetz gestanden und dann villeicht auch Burgonden mit bruoder alliteriert haben. doch ist es schwer, in disem liede, das»wenig oder gar keinen sagenmäszigen gehalt hat,« das altüberliferte sicher zusam- menzustellen. str. 316 steht bei Lachmann unter den echten und wir würden danach die alliteration der beiden namen für alt halten können. aber die vierte zeile sagt etwas aus, das den begriffen alter zeit von der freigebigkeit eines königs widerspricht: dasz dem könig erst geraten werden musz, freigebig zu sein, ist wol spätere anschauung. das algemeine wort friunde fält auszerdem auf: dem zusammenhange nach ist gerade von seinen feinden Liudger und Liudgast die rede. dennoch braucht man auch hier wider nicht alles in der strophe zu verwerfen. die erste zeile enthält eine spur der alliteration:

manegen schilt vollen man dar schatzes truoc und weist auszerdem durch die verteilung der schätze in schildern auf alte überliferung hin (vgl. 1427). in bezug auf str. 1126 musz man wol Lachmann recht geben und am wenig- sten wird man die zusammenstellung der beiden namen für alt halten, da vorher und nach- her nur von Gunther die rede ist. str. 1667 scheint Lachmann(zu den Nib. S. 210) für spätere ausfürung zu halten. in der dritten ausgabe des Nibelungenliedes(Berlin 1851) hat er si nicht als solche bezeichnet. ich halte das erste für das richtige. wenn unmittelbar auf 1666 die antwort Dietrichs folgte(1668) würde schwerlich iemand etwas dazwischen ver- missen. die letzte zeile, welche nur 1666. 4 fast wörtlich widerholt, scheint mir dafür zu sprechen. dann wäre also Gunthers und Gernots name hier nicht ursprünglich. str. 1980 scheint disz dagegen der fal zu sein. wenn beide namen auch nicht die alliteration tragen, so laufen doch drei deutliche stäbe nebenher:

Gunthern er lie beliben und lief Gernòôten an. und weitere spuren der alliteration scheinen disz zu bestätigen:

*) der gleichklang von mac und maget könte vermuten laszen, dasz hier eine von den im Nibelungenliede, wie wir weiter unten sehen werden, häufigen doppelalliterationen gestanden hätte, etwa: mit gevvalte mac nieman erwerben die maget.