12 Gernot, Giselher.
habe. aus der alliteration läszt sich freilich kein beweis ziehn, da ein dritter stab zu den bei- den namen felt und nur in der dritten zeile eine spur der alliteration ist, beleiten und lieben, doch würden dise beiden alliterierenden gesetze genügen, um Giselhers auftreten zu motivieren: dè kom der herre Giselher und ouch Gernôt dô wolten si beleiten ir Iieben swester Han.—
str. 1250 dagegen ist wol nicht alt, also auch nicht die zusammenstellung der namen. wäre etwas alt in diser strophe, so könte es die zweite, dritte und vierte kurzzcile sein, welche den anfang des alten liedes von Rriemhilds reise zu Etzel gebildet haben könten. die alliteration könte disz bestätigen: bekant und kuniginne— doch da bekant im reim steht, ist dasz nicht sicher.— str. 1428 scheint ein dritter stab und zwar sogar ein name vorhanden zu sein Gèere — aber es musz auffallen, dasz der lehnsmann Gère mit seinen herren den fürsten den boten, die doch eigentlich nur an Günther gesendet sind, gaben gibt, ja es kann uns auffallen, dasz neben Gunther, dem eigentlichen könig, dem eigentlichen beaggifa(ringgeber) auch noch seine brüder gaben austeilen. wolte man etwas aus diser strophe für alt halten, so wäre es die alliterierende formel: si buten die boten an(vgl. 515) die zu dem 1427 erzälten gchört hahen könte. dort nämlich finden sich die worte üf den breiten schilten, die uns einen gewis uralten brauch schildern(vgl. 2067), one alliterierenden anklang. näme man si zu disem hinzu, so wäre es ein volständiges alliterierendes gesetz:
si buten die boten an úf den Dreiten schilden.
ob der umstand, dasz die handschrift C die worte si buten die boten an verbessert, dasz vil- leicht also in irer grundlage ein anstosz war gerade bei disen worten, geeignet ist, disz zu be- stätigen, wil ich dahingestelt sein laszen.— str. 2013 felt ein dritter stab zu den beiden na- men und ebenso in den übrigen zeilen der strophe iede spur der alliteration, mit ausname der häufigen zusammenstellung swinden slegen.— str. 2508 mögen die namen wol echt sein, denn es scheint natürlich, dass beide um den schat⸗= gewust haben. als dritter stab könte villeicht Gunthers name gestanden haben, für den bei dem übergang in den langen Nibelun- genvers die umschreibung eingetreten wäre.
Gunther und Gernot sind zusammen genant 57. 277. 316. 1126. 1667. 1980. 21531.— str. 57 felt ein dritter stab zu den beiden namen. Lachmann hat die strophe als echt ange- nommen. es ist aber doch einiges, das gegen si spricht. Sigfrid hat in übermütigem trotz gesagt(str. 56. 4):
ich truwe an im ertwingen beidiu Iiute unde Iant (eine zeile, die wie es scheint zwei alliterierende gesetze durch verstümmelung zusammenge- zogen hat.) auf dise worte ist die unmittelbar zutreſfende antwort 58:


