Aufsatz 
Reste der Alliteration im Nibelungenliede / von O. Vilmar
Entstehung
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Gernot, Giselher. 11

sich aus seinen worten nicht schlieszen und auch die vierte zeile vermittelt, wie mir scheint nicht genug. ich glaube deshalb, dasz 1074. 4. nicht entbert werden kan und die alliteration von gie und Giselher scheint disz zu bestätigen. stellt man die zeilen so: iteniuwez weinen tete do Sivrids wip si gie vil klegeliche vür Giselher ir bruoder stän, so wird niemand etwas dazwischen vermissen und es scheint wenigstens möglich, dasz die zeilen in dem ursprünglichen alliterierenden lied so gestanden hätten. demnach würde Gisel- hers name an diser stelle ursprünglich sein. das zwischen jenen beiden zeilen ligende verwirft Lachmann als nicht mit 1077 zu vereinigen. ich sehe aber nicht ein, warum nicht Gernot um des fridens willen disen vorschlag hätte machen können, den Hagen dann benutzt, um seinen hasz an Kriemhild auszulaszen. disz würde die alliteration bestätigen, denn man könte zusam- menstellen: ( wir immer sin) gemüet mit dem golde sprach her Gernòôt wir Soldenz in den Rin allez heizen Senken. ob die handschrift B, welche die sechste kurzzeile gar nicht hat, dise aufstellung in der weise bestätigt, dasz man annemen könte, das alliterierende gesetz habe mit dem worte senken ge- schloszen und die sechste kurzzeile sei durch die form des reims hinzugekommen, wil ich da- hingestelt sein laszen. str. 1147 würde wider gan, im reim stehend, höchstens sich als drit- ter stab zu den beiden namen betrachten laszen aber wir werden wol Lachmann recht ge- ben: ein volkssänger dem Giselher 1148 zu plötzlich kam, one dasz er ausdrücklich genant war, setzte die strophe dazwischen. str. 1159 möchte ich nicht mit Lachmann verwerfen: 1160. 1 ist zu unmotiviert, wenn nicht noch ein versuch gemacht worden ist, Kriemhild umzu- stimmen. hiermit scheiat mir die alliteration zu stimmen, die hier wie in 988 nicht auf den namen, sondern auf den appositionen bruoder und kint ruht. wir brauchen die namen nur umzustellen: Komen aber sint Giselher daz Kint und Gernot ir Druoder si baten minnecliche in der zweiten hälfte des ersten gesetzes wäre die apposition vorn hinzustellen, weil die alli- teration nicht auf der letzten hebung ruht: daz kint Giselher.) str. 1227 möchte ich wider gegen Lachmann verteidigen: die rede 1252 steht doch zu unvermittelt, wenn nicht Giselhers name genant ist und die gelegenheit, bei welcher er disz Rriemhild gesagt haben solte, bleibt unsicher. nach den athetesen Lachmanns hätte er es beimabschid aus Burgund gesagt aber warum solten die brüder irer schwester nicht das geleite gegeben haben? dasz Gere, Ortwin, Rumolt dazu gebracht werden, wie in der folgenden strophe angegeben wird, scheint aller- dings ausfürung, aber gerade dasz eine solche ausfürung vorhanden ist, scheint mir zu bestä- tigen, dasz doch etwas von dem geleite der Rriemhild an diser stelle ursprünglich gestanden