10 Gernot, Giselher.
der inhalt diser strophe ist wenigstens nicht der art, dasz er nicht alt sein könte. wäre dasz, dann würde man villeicht die erhaltenen stäbe so zusammenstellen können: kômen dô die beide Gèrnôt ir Druoder und Giselhèr daz Kint mit triuwen si in klageten. die vierte kurzzeile ist neben der zweiten wenigstens nicht notwendig, da si nichts neues aussagt, si braucht also auch in einem alliterierenden liede nicht gestanden zu haben.— str. 990 scheint nur eine ausfürung von 988 und das zusammentreffen der beiden namen ist wol so wenig hervorzuheben, als der gleichklang troeste und tode. str. 10536 wird man den scheinbaren dritten stab gan nicht betonen können, da er im reim steht und man wird, Lach- manns meinung von diser strophe zu grunde gelegt, schwerlich an alte alliteration in dersel- ben zu glauben ursache haben.— str. 1049 mit den vorausgehenden verwirft Lachmann na- mentlich wegen der vilen personen, die auftreten, iedoch nicht mit vollkommener sicherheit— si scheinen im nur»nicht so alt wie das übrige.« es würde mich hier zu weit füren, auch auf 1047 und 1048 einzugehn— in 1049 aber werden wir wol das einzelne wider zu scheiden haben. die beiden namen, auf die es uns hier ankomt, haben keinen dritten stab, der allge- meine ausdruck: man brahte scheint selbst zu zeigen, dasz die beiden brüder nicht hinein gehören— man brauchte si nicht zu bringen. man konte sich aber nicht denken, dasz ein süneversuch one die beiden unbeteiligten brüder der Rriembild gemacht worden sei. villeicht ist auch Gère später zugefügt. die kurzzeile doô daz was getn ist eigentlich ganz one inhalt, denn es ist ja eigéntlich noch nichts getan. nichts auffallendes aber hat es, dasz. Hagen stat seiner selbst seinen schwesterson zu Rrimhilt schickt. und die letzte zeile bereitet die angabe in 1055. 1. beszer vor, als 1046. 4. wie Lachmann will.(das zwischenligende laszen wir für diszmal auch unbeachtet). näme man disz aber an, so würde als rest altbewarter form übrig- bleiben: hin ze hove gân hiez er Ortwinen si versuchtenz vriuntliche an vroun Rriemhilde sint.— str. 1057 findet sich wider kein dritter stab zu beiden namen und disz musz Lachmanns ansicht über dieselben nur so mer bestätigen, da nicht die mannen diser fürsten mitfaren, sondern Kriemhild achtzighundert anannen mitschickt, den schatz zu holen. die ganze strophe aber möchte ich nicht verwerfen, weil sonst der übergang von 1056 zu 1058 zu hart wird. und disz scheint die alliteration zu bestätigen, wenn wir nur hundert mit holen verbinden: ahtzec hundert mannen, daz si in holen solden Kriemhilt dô gebôt, da er verborgen lac.— str 1074, in der beide namen ganz von einander getrennt sind, würde ich villeicht nicht erwänen, wenn ich nicht auch in diser strophe einen beweis sähe, dasz mit der verwerfung anzer strophen nicht überal durchzukommen ist. dasz Giselber mit Kriemhilt spricht, läsat


