Aufsatz 
Reste der Alliteration im Nibelungenliede / von O. Vilmar
Entstehung
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8 Gunther, Gernot, Glselher.

form des liedes hier gestanden) 1747 bruoder und enbot, obwol dis⸗ allerdings im reim steht. auch 1742 können die namen aus dem alten alliterierenden lied sich erhalten haben, ha- ben aber wol nieht in einem gesetz gestanden: Berne könte mit Burgonden und Gunther mit Gernot alliteriert haben(dôö nam an die hant der fürste von Berne von Burgonden lant Gunthern den vil richen, Irnvrit nam Gernôten.) ob dem gleichklang von Giselher und gàn vil beizulegen ist, läszt sich nicht entscheiden, da gan im reim steht. in str. 2145 stehen zunächst Gunther und Gernots namen zusammen. von inen wird gesagt: si hätten aus be- girde zum mord Rüdeger hineingelaszen. wie kann aber darin ein grund ligen, von inen zu sagen, si hätten heldensin? von Giselher wird gesagt, es habe im leid getan zurückzutreten und er habe Rüdeger gemiden, um leben zu bleiben, wärend doch ganz einfach hätte gesagt werden können, er sei von seinem schwigervater zurückgetreten. dazu komt, dasz zwar Hagen und Volker ausdrücklich versprochen haben, Rüdeger hineinzulaszen, dasz aber von den Baurgundenkönigen dergleichen nicht erzält worden ist. alles disz zusammengenommen, möchte ich kaum mit Lachmann glauben, dasz dise strophe alt ist. si legt in den worten durch mort- raechen willen Gernot das als absicht unter, was später mer zufällig geschiht. si scheint ent- standen, um der frage zu begegnen, wie sich die drei könige zu Rüdeger gestelt hätten, und ist wol nicht höher za achten, als str. 2151, in der auch alle drei namen, widersprechend dem später folgenden vorkommen. hier würden also die namen nicht in dem ursprünglichen allite- rierenden gedicht gestanden haben.

nur zufällig treffen die drei namen zusammen 508 und 869, beidemale aber nicht s0, dasz si zusammen ein alliterierendes geselz gebildet haben könten. was 869 hetrift, so ist wol auch Lachmanns bedenken hinlänglich, um uns hier nicht alte alliteration vermuten zu laszen.

dise beiden strophen leiten uns zu denen, in welchen nur zwei der brüder genant sind. auch dise müszen wir hier berücksichtigen, da in zwei namen der alliteration ein halt gege- ben ist, an den sich ein dritter stab anschlieszen kan. Gernot und Giselher hommen zusam- men vor 266. 690. 695. 754. 988.990. 1036. 1049. 1057. 1074. 1147. 1159. 1227. 1250. 1428. 2015. 2508. Gunther und Gernot 57. 287. 516. 1126. 1667. 1980. 2151. Guntber und Giselher(498.) 314. 1606. 2162. 2216. 2228.

in str. 266 finden wir wider eine alliterierende formel, welche uns die vermutung, dasz hier alte alliteration bewart sein möge, bestätigen kan. die geste güetlich grüezen komt nem- lich als formel, welche den empfang bezeichnet, mermals, teils volständig(1378) teils nur mit zwei stäben(479. 1248. 1264) im Nibelungenliede vor. dasz die namen mit diser alliterie- renden formel verbunden gewesen sein können, beweist der auch sonst(988) vorkommende beiname Giselhers, das kind, der mit kunden alliteriert. dadurch entsteht eine doppelallitera-

tion, wie wir deren merere weiter unten nachweisen werden. näme man nun weiter an, dasz