Sigfrid und Sigmund. 5
des antwurte im doé Sivrit, Sigemundes sun und beinahe ebenso 352
des antwurte Sivrit, Sigemundes Sun nur muste dann die zweite hälfte des verses vorangestanden haben(sun der Sigemundes, Stvrit etc.) dise bezeichnung scheint älter als die andere nicht alliterierende Sigemundes kint, die in 227, 430, 433, 451 vorkomt, um so mer da kint in disen vier fällen iedesmal auf wint reimt, demnach diser ausdruck qurch den reim erzeugt scheinen könte. doch komt er auch 1097 nicht im reim vor. iedenfalls scheint kind beszer zu dem namen der mutter zu passen und villeicht ist die zusammenstellung Sigemundes kint erst der Sigelinden kint nach- gebildet. der ausdruck Sigemundes barn dagegen in 637 scheint alt zu sein und kann schon in dem alliterierenden liede von Sigfrids heimfart gestanden haben, weil er in einem volstän- digen alliterierenden gesetz vorkomt:
dô sprach zu sinem gesinde Sigemundes barn.
So werden denn auch die namen des vaters und des sones zusammengestellt: zweimal heiszt es Stvrit und ouch Sigemund 708 und 732. in der letztern strophe trit ein dritter stab hinzu:
d6 der wirt des landes Stvriden Sach und ouch Sigemunden nur hat diser dritte stab wol vor dem namen Sigfrids gestanden Gach Sivriden) und ist nur um des reimes auf sprach willen nachgestelt worden. in 708 dagegen felt ein dritter stab, wie überhaupt iede sichere spur der alliteration, so dasz das zusammentreffen beider namen in diser strophe nicht auf alter tradition zu beruhen braucht.— in str. 657 kommen beide namen gleichfalls zusammen vor, doch auch hier felen weitere spuren der alliteration, denn den gleichklang von kunt und krone qürfen wir nicht betonen, da kunt im reim steht, also disz wort auch erst mit dem reim in dise strophe gekommen sein kann. ebenso ist es mit 832, wo dem gleichklang kunt und kurzer ein dritter stab felt, der andere aber git und got einer formel angehört, die allzuser christliches gepräge hat, um si für alt zu halten.— str. 733 und 1024 kommen beide namen auch nur zufällig in einer strophe zusammen vor und auf str. 288, wo die handsebrift C hat:
ir heizet Sivriden, Sigemundes suon
gen zu Rriemhilden, ob ir wol wellet tuon brauche ich wol auch nicht näher einzugehen: da schon str. 287 steht: dem sult ir tuon alsam, so kennzeichnet die widerholung dise lesart genügend als eine beszerung.
Wir können demnach noch aus der gegenwärtigen gestalt unseres liedes erkennen, dasz Sigfrids und Sigemunds name in den unserm liede zu grunde ligenden liedern alliterierend zusam- mengetroffen sind. Blödelin haben wir oben erwänt; wäre uns der name des vaters der drei
Burgundenkönige, wie in uns das lied vom hürnen Sigfrid, der rosengarten und die eddalieder . 2


