Aufsatz 
Isaak Casaubonus : aus den Bekenntnissen dieses protestantischen Gelehrten des XVI. und XVII. Jahrhunderts / von Alexander Vial
Entstehung
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unbeweglicher Fels, an dem die Brandung des bewegten Meeres ohnmächtig abprallt. Und dennoch fahren die Feinde Deines Namens fort jener beschwerlich zu sein.- gen sie immerhin fortfahren, wenn nur ihre Unternehmungen die Flammen bilden, welche den Eifer des wahren Glaubens in unsrer aller Herzen unablässig entzünden. Dies gib, heiliger Vater, und die Schaar der Römlinge möge knirschen, es möge schnauben der stolze Spanier, brüllen der Tyrann in den Alpen und ihre Drohungen ausstossen alle Peinde ohne Ausnahme. Wenn wir des Glaubens leben, die bösen Werke verabscheden und die guten befolgen, dann haben wir Dich, Du Gott der Heerschaaren, zu unserem zuverlässigen Vertheidiger. Dlaben wir aber Dich, was kann uns zu unserer Rettung dann noch fehlen? Desshalb bitte ich nicht, Du Gott der Barmherzigkeit, dass Du jene erhalten mögest, denn Du wirst sie erhalten, wenn ihre Bürger Dein Gesetz beobachten; sondern darum flehe ich Dich demütig an, Du wollest die von allen Seiten eindringenden Schaaren von Lastern abwehren und zu- rückschlagen. Und weil der Sohn des Verderbens nicht allein die Schaar Deiner Knechte, welche dort zusammensteht, sondern alle Liebhaber des reinen Glaubens ins- gesammt zu vernichten sich rüstet, so richte ich das demütigste Gebet für die gesammte Gemeinde an Dich und bitte Dich, erbarme Dich ihrer, schätze sie mit Deiner Hand; und vor Allem wollest Du ihr den Frieden Deines Geistes ertheilen. Dann aber auch, dass Du, der Du es allein kannst, sie aus allen drohenden Gefahren herausreissest. O dass doch nicht, ich bitte und beschwöre Dich, starker Gott, durch unsere Laster oder durch ihre Siege Deinem und der Deinen Feinde Gelegenheit gegeben werde übermütig zu werden. Denn wenn wir auch schon wegen unsrer Laster reif wären zum Verderben, so hassen uns jene doch nicht ihretwegen, sondern wegen der Ein- richtung einer reineren Verehrung Deiner Gottheit, welche Du wider ihren Willen jetzt überall und namentlich in Frankreich nach Deiner unendlichen Güte angeordnet hast. Oeffne die Augen derer, die nicht sehen, lenke die Schritte der nicht richtig Wandelnden und befestige die, welche Du der wahren Furcht Deiner Gottheit gewür- digt hast! ¹)

Sein Verhältnis zu Genf blieb nicht immer so innig; einmal wurde es bedeutend gestört, aber doch nur vorübergehend. So oft er nur konnte und ihm Gelegenheit dazu ward, wohnte er dem Gottesdienste seiner Confession bei. Als er dieser Erbau-

¹) Ephemer. ed. J. Russel. I. p. 452 ff.