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Zu bemerken iſt noch, daß, während nach V. 9 RQαι06˙ a,t und 065680at als identiſch erſcheinen könnten, Paulus in V. 10 beide Begriffe ausdrücklich trennt, ſo daß das 0eνedar das νακιοο„οι in ſich ſchließt, nicht aber umgekehrt, wie auch das Bekennen mit dem Munde das Glauben einſchließt, nicht aber das Umgekehrte der Fall iſt. wipie bedeutet das volle Meſſiasheil, die Erlöſung von allem Übel und den Eintritt in die Seligkeit. Immerhin zeigt die Stelle, daß der allgemeinere Begriff des 36en did xiotsc- von Paulus ſelbſt nahe gelegt wurde.
13) 1 Kor. 1, 30.
„Von ihm(Gott) aus ſeid ihr aber in Chriſto Jeſu, welcher uns zur Weisheit von Seiten Gottes wurde, zur Gerechtigkeit und Heiligung und Erlöſung.“ Gott iſt demnach der Urheber ihrer Gemeinſchaft mit Jeſu Chriſto und zugleich des reichen Segens, der ihnen durch Chriſtus zu teil d. h. vermittelt wurde. Das and 80 iſt nachdrucksvoll zu 3 S72vI pia pdy geſtellt, um die Weisheit, die Chriſtus als Lehrer brachte, im Gegenſatz zu der vorher erwähnten heidniſchen Weisheit als eine göttliche, als die wahre darzuſtellen. Die dAεοοσν iſt die Gerechtigkeit aus dem Glauben, denn die Perſon, welche das&v n d11AO5v7 veranſtaltete, iſt Gott; fofern der Glaube an Chriſtus recht⸗ fertigt, iſt dieſer für uns Vermittler der Gerechtigkeit vor Gott geworden. Ebenſo hat er die Gott⸗ geweihtheit unſres Lebens vermittelt, inſofern er uns zum Anſchluß an ihn ſelbſt ermahnte, und, ſofern er ſich als Xörpoy für unſre Sünden dahingab, auch unſre Erlöſung d. h. die Befreiung vom Zorn Gottes.
14) 1 Kor. 6, 11.
„Und ſolche Elemente waret ihr teilweiſe, aber ihr wuſchet euch ab, ihr wurdet geheiligt, ihr wurdet gerechtfertigt in dem Namen des Herrn Jeſu Chriſti und in dem Geiſte unſres Gottes.“
„Ihr wuſchet euch ab“ iſt nicht gleichbedeutend mit„ihr wurdet getauft“. Die mediale Form widerſtrebt dieſer Auffaſſung, inſofern Baxrigo von der chriſtlichen Taufe nie im Medium, ſondern im Paſſiv gebraucht wird, um anzudeuten, daß die Taufe etwas Empfangenes, nicht aber etwas iſt, was ſich der Menſch ſelbſt leiſten kann. Nach dem Inhalt der vorhergehenden Verſe, die mancherlei Ausbrüche ſittlicher Unreinigkeit nennen, kann hier nur an das Ablegen dieſer letzteren gedacht werden, wobei nicht zu leugnen iſt, daß Paulus dieſen Vorgang für gleichzeitig mit der Taufe eintretend ſchildern will und darum gerade vom„Abwaſchen“ anſtatt éetwa vom„Ablegen“ der Unreinigkeit ſpricht. Damit war ihre Heiligung, die Weihe ihres Lebens von Gott prinzipiell vollzogen. Daß mit 80tAAιν τs die Gerecht⸗ erklärung durch Gott gemeint iſt, iſt daraus zu ſchließen, daß vorher vom Nichtererben des Gottesreiches vonſeiten der ſittlich Unreinen die Rede iſt, welches ein göttliches Urteil vorausſetzt. Die Chriſten werden im Gegenſatz zu ihnen für ſittlich rechtbeſchaffen erklärt. Daß dies auf Grund des Glaubens ſtattfindet, wird durch den Zuſatz„in dem Namen des Herrn Jeſu und in dem Geiſt unſres Gottes“ deutlich, denn der Name Jeſu wird nur für den bedeu⸗ tungsvoll, der an ihn glaubt, und Gal. 3, 2. 5 wird die Gerechterklärung mit der Mitteilung des Gottes⸗ geiſtes identifiziert, wie oben nachgewieſen wurde.
15) 2 Kor. 5, 21.
„Den, der Sünde nicht kannte, machte er für uns zur Sünde, damit wir würden Gottesgerechtig⸗ keit in ihm.“
Der Apoſtel redet von V. 15 an zunächſt von der moraliſchen Einwirkung, welche der Hinblick auf Jeſu Sterben bei den Chriſten hervorbringen ſollte, und erklärt, daß der Chriſt durch ſeine innige Ge⸗ meinſchaft mit Chriſtus ein neues Geſchöpf werde. Dieſe hohe Wohlthat leitet er von Gott her, der durch Chriſtus die Welt mit ſich ſelbſt verſöhnte und das chriſtliche Predigtamt als ein ſolches aufgefaßt wiſſen will, welches den Menſchen den Segen dieſer Verſöhnung fortwährend zuwendet. In V. 21 kehrt er aber nun nicht zurück zu den vorher entwickelten Gedanken, ſondern erklärt das Weſen und den Zweck der Verſöhnung, inſofern er ſagt, daß nach Gottes Anordnung Chriſtus, der Sündloſe, die Strafe für die
Sünde ertrug, die eigentlich die Menſchen hätten erleiden müſſen, damit es Gott möglich wurde, dieſe 4


