der Anstalt erstreckten, wobei er erwähnte, dass auch sie im Begriffe stünden, demnächst eine Jubelfeier ihrer Anstalt, und zwar die goldene. zu begehen. Herr Gymnasiallehrer Roth(gleichfalls früher in Wimpfen), überbrachte die Grüsse und Glückwünsche des Gym- nasiums und der Realschule zu Offenbach und Herr Reallehrer Schmuck von Bingen(einer der ersten Lehrer der Wimpfener Schule) die der dortigen Realschule und erinnerte dabei an die günstige Entwickelung der Schule, an die man früher nicht gegloubt habe, und an den vollständigen Umschwung in der Anschauung der Bevölkerung zu gunsten der Schule.
(Herr Prof. Reiff vom Gymnasium zu Heilbronn, jetzt Rektor der Lateinschule zu Böblingen, konnte zu seinem Bedauern wegen Ueberfüllung des Saales nicht bis zum Rednerpulte vordringen.)
Der Direktor dankte den Rednern für die von ihren Anstalten überbrachten Glück- wüansche, sowie all den andern höheren Lehranstalten, die ihre Glückwünsche schriftlich oder telegraphisch übermittelt hatten. Insbesondere verlas er die in der v. Münchow- schen Hof- und Universitätsdruckerei zu Giessen hergestellte schöne Glückwunschadresse des Realgymnasiums und der Realschule zu Giessen, die vom Direktor Dr. Rausch und sämtlichen 26 Mitgliedern des Lehrerkollegiums unterzeichnet ist. Sie lautet:
Der Grossh. Realschule zu Wimpfen a. B.
Der Schwesteranstalt am fernen Neckarstrande, mit der wir uns in der gleichen hohen Aufgabe der Erziehung einer edelgesinnten, willensstarken Jugend verbunden wissen, entbieten auch wir, da sie sich in diesen Tagen rüstet, im Kreise teilnehmender Freunde und früherer Schüler einen Rückblick auf die ersten 25 Jahre erfolgreichen Schaffens und erfreulichen Emporblühens zu werfen, herzliche Glückwünsche zu ihrem Ehrenfeste. Möge Gottes Segen auch in künftigen Tagen mit ihr sein!
Giessen, am 31. März 1897. Der Direktor und das Lehrerkollegium des Grossherzoglichen Realgymnasiums und der Realschule.
Endlich gedachte er noch dankend all der früheren Lehrer und Schüler der Anstalt, die leider persönlich zu erscheinen verhindert waren und deshalb schriftlich oder telegraphisch gratulierten. Ganz besonderen Dank stattete er noch den Herren aus Heidelberg ab für die am vorhergehenden Abend überreichte kunstvolle Adresse, die er ebenfalls vorlas; er versprach, sie nebst der eben erwähnten unter Glas und Rahmen im Festsaale der Anstalt auf- zuhängen als Zeichen der Liebe und Anhänglichkeit früherer Schüler an die Anstalt und als würdiges Vorbild und zur Nacheiferung für alle künftigen Schüler.
Die Adresse, hergestellt in der lithographischen Anstalt unseres früheren Schülers Hawerbier zu Heidelberg, lautet:
Unterzeichnete Heidelberger bringen zum 25 jährigen Jubelfeste ihrer lieben ehe- maligen Lehr-Anstalt, der Grossherzoglichen Realschule zu Wimpfen, in dankbarer Erinner- ung die herzlichsten Glückwünsche dar.
Heidelberg, den 2. April 1897.
Julius Dieffenbacher, Jakob Eberle, Georg Frank, Friedrich Friedel, Adolf Gfrörer, Arthur Hawerbier, Willy Hawerbier, Christian Höckel, Jos. Holland, Robert Kohlhagen, B. Levy, S. Löwenthal, Friedrich Loos, Wilhelm Mai, Ludwig Mappes, Friedrich Müller, Heinrich Neuer, Karl Rech, S. Rosenhain, J. Georg Schäfer, Ludwig Voth, Otto Werner.
Nach den Begrüssungsansprachen brachte der Schülerchor unter Leitung unseres


