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gedrungen, noch ein weiteres sichtliches Zeichen unserer Gesinnung für die Schule und ihre Lehrer hinzuzufügen!
So wurde mir der ehrenvolle Auftrag zu Teil, heute beim Beginn des Festes der Anstalt eine Adresse zu überreichen! Ich entledige mieh dieses Auftrags, indem ich den derzeitigen Direktor der Grossherzoglichen Realschule, Herrn Dr. Kemmer, bitte, die Adresse gütigst entgegennehmen zu wollen und ihr einen bescheidenen Platz in 2 den Räumen der Anstalt anzuweisen!
lch glaube, meine Worte nicht besser schliessen zu können, als wenn ich ausrufe: Die Grossherzogliche Realschule zu Wimpfen blühe, wachse und gedeihe, und Sie, verehrte Anwesende, auffordere, sich von den Sitzen zu erheben und mit mir diesen Wansch durch ein dreifach donnerndes Hoch zu bekräftigen!“
Der Direktor sprach seine lebhafte Freude und seinen herzlichen Dank ganz kurz aus, indem er sich vorbehielt, am nächsten Tage, bei der eigentlichen Schulfeier, darauf zurückzukommen.
Der weitere Verlauf des Abends möge mit den Worten der Wimpfener Leibung (4. April) wiedergegeben werden.
„Herr Geh. Oberschulrat Soldan, dessen Anwesenheit allerseits mit grossem Beifall und Dankesbezeugungen begrüsst wurde, toastete auf die Stadtvertretung und deren Bürgermeister.(Er sprach seine Freude darüber aus, dass es ihm in letzter Stunde noch möglich geworden sei, zu kommen; das Barometer habe bei ihm den ganzen Vor- mittag über sehr tief gestanden, sei dann allmählich etwas in die Höhe gegangen und bei seiner Ankunft in Wimpfen und dem Anblick der festlich geschmückten und erleuchteten Stadt plötzlich auf„sehr schön“ gestiegen.).
Herr Professor Münch toastete auf das jetzige Lehrerkollegium(von dem ein Teil bereits unter seiner Direktion an der Anstalt wirkte) und Herr Reallehrer Kahl führte in humorvoller Weise aus, dass der gute Verlauf aller Feste von gutem Wetter, gutem„Dorscht“ und gutem Humor abhängig sei und liess den Jubiläumsdurst und Ju- biläumshamor hoch leben.
Herr L. Breuninger von hier hob hervor, welcher Vorteil der Stadt durch die Auwesenheit der auswürtigen Schüler erwachse und welcho Vorzüge der Aufenthalt in Wimpfen den letzteren biete.
Gezänge aus dem Festliederbuch, sowie Sologesänge der Herren Gross und Sönckeraus Mannheim fanden grossen Beifall. Bis über Mitternacht dauerte der Kommers, und bis gegen 3 Uhr morgens blieb ein grosser Teil der Festgäste sesshaft.“
III. Die Schulfeier.
. Unter Vorantritt der Festmusik begaben sich am 3. April vormittags 10 ½ Uhr die Schüler in Begleitung sämtlicher Lehrer nach dem Saale des Mathildenbades, der unterdessen entsprechend verwandelt worden war. Auch diesmal fasste er die Zahl der
Zuhörer nicht, obgleich sie sich stehend noch so sehr drängten. Nach dem Gesang des
Schülerchors 1 über Dir“, Hymne von NMozart, folgte die Festrede, die wir, etas verkürzt, hier folgen lassen:
— Hochverehrte Festversammlung!
Vor wenig Tagen durchbrauste hehre Festesfreude ganz Deutschland und klang wieder


