Aufsatz 
Dispositionen zu einigen ästhetischen Abhandlungen Schillers
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b) Es galt dem mächtigen Gegner der Religion von innen, dem Stolz und der Ueppigkeit, mit gleichem Heroismus einen ewigen Krieg zu schwören. Demütige Krankenpflege.

3. Die Geschichte des Ordens zeigte folgende Entwicke- lungsphasen.*)

a) Unkriegerischer Anfang, christliche Barmherzigkeit; rührende, erhabene Einfalt bezeichnete die Kindheit des Ordens.

b) Edelleute traten hinzu und ergriffen das Schwert; Glanz und Ehre krönte die Jugend des Ordens; an zahlreiche Landsiege schlossen sich nach Verlust des heiligen Landes Seesiege bei Rhodus und Malta.

c) Bald unterlag auch dieser Orden dem gemeinsamen Schicksal der Menschheit. Wohlstand und Macht, natürliche Gefährten der Tapferkeit und Enthaltsamkeit, führten ihn mit beschleunigten Schritten der Verderbnis entgegen: Laster rissen ein, Stolz, Schwelgerei und Pracht..

C. Schluss: Die herrlichen Hoffnungen, zu denen ein so schöner Anfang bperechtigte, wurden getäuscht. Dieses Beispiel bekräftigt die unumstössliche Wahrheit, dass nichts Bestand hat, was Wahn und Leidenschaft gründet, dass nur die Vernunft für die Ewigkeit baut.

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4. Uber Anmut und Würde.

Die Abhandlung erschien zuerst in: Neue Thalia. Dritter Teil. Zweites Stück. 1793.

A. Einleitung: Der Mensch ist ein sinnlich-ver- nünftiges Wesen, in welchem der Körper dem Geist, und um- gekehrt der Geist dem Körper widerstrebt: jeder von beiden sucht sich der Herrschaft zu bemächtigen. Das letzte Ziel des Menschen ist die volle Uebereinstimmung und Harmonie von Sinnlichkeit und Vernunft: sie besteht darin, dass die Sinnlichkeit«edel begehrt», d. h. gerade nur dasjenige be- gehrt, was das Gesetz der Vernunft vorschreibt. Diesem Ideale der Sittlichkeit soll der Mensch in unendlichem Fortschritte mehr und mehr nahe zu kommen suchen, so dass er sich frei von allen Fesseln fühlen kann, hier der Sinnlichkeit, dort des moralischen Gesetzes. Wenn aber im Sturm der Leidenschaft

*) Vgl.Die Malteser inDramatische Entwürfe, Pläne und Fragmente aus Schillers Nachlass. Berlin. Hempel. 16. Band.